Einladung zur Buchvorstellung: Antonio Bossi in Oberzell
Die Stuckaturen von Antonio Giuseppe Bossi (1699-1764) sind alles andere als gewöhnlich. Dem aufmerksamen Besucher der Würzburger Residenz und des Schlosses Veitshöchheim ist das sicher selbst schon aufgefallen. Doch kennen Sie schon die Dekorationen im Kloster Oberzell? Und was ist eigentlich das Außergewöhnliche an dieser Kunst? Diese Fragen beantwortet Manuel Mayer in seinem neuen Kunstführer. In Oberzell schuf Bossi demnach nicht nur sein letztes großes Ensemble. Wie Mayer betont, hinterließ der Stuckateur hier ein „erstaunlich umfangreiches und vielgestaltiges Werk, das mannigfaltige künstlerische Lösungen für diverse Raumtypen bereithält und Kunstwerke von überzeitlicher Bedeutung schuf“. Das Kloster Oberzell vereine einzigartige Saal- und
Wir trauern um Sr. Silvia Lutter
Am Montag, 2. September, rief Gott Schwester M. Silvia Lutter in seinen ewigen Frieden. Sr. Silvia wurde am 11. August 1939 in Ehringsfeld (Landkreis Amberg-Sulzbach) geboren und erhielt bei der Taufe den Namen Berta. Nach dem Besuch der Volks- und Berufsschule in Amberg und der Mittelschule im Kloster Oberzell trat sie 1958 in die Ordensgemeinschaft ein. 1961 legte sie die Erstprofess und 1964 die Profess auf Lebenszeit ab. Von 1961 bis 1964 wurde sie in der klostereigenen Werkstätte zur Goldschmiedin ausgebildet. Anschließend besuchte sie von 1964 bis 1966 die Säuglings- und Kinderkrankenpflegeschule auf dem Mönchberg in Würzburg. Von 1967 bis
Wir trauern um Sr. Florina Seitz
Am Freitagnachmittag, 9. August, rief Gott Schwester M. Florina Seitz in seinen ewigen Frieden. Sr. Florina wurde am 20. Mai 1935 in Niedernberg (Landkreis Miltenberg) geboren und erhielt bei der Taufe den Namen Elisabeth. Nach Volks- und Berufsschule trat sie 1954 in die Ordensgemeinschaft ein. Als Kandidatin erlernte sie von 1954 bis 1957 im Juliusspital den Beruf der Krankenschwester. Nach ihrer beruflichen Ausbildung wurde sie 1957 eingekleidet und erhielt den Namen Sr. Florina. 1959 legte sie die Erstprofess und 1962 die Profess auf Lebenszeit ab. Ihr erster Einsatz als Krankenschwester war in Wiesenfeld 1959 bis 1966, danach folgte 1966 bis
Begegnungstag im Kloster Oberzell: Vernetzen & Inspirieren
Begegnen, vernetzen und inspirieren – diese drei Worte passen bestens zum internen Begegnungstag der Oberzeller Franziskanerinnen am 30. Juni. Unter dem Motto „Gemeinsam nachhaltig“ trafen sich Schwestern, Ehrenamtliche, Mitarbeitende, Nachbar:innen, Wegbegleiter:innen und deren Familien im Kloster Oberzell, um miteinander eine gute Zeit zu verbringen. Das Nachhaltigkeitsteam des Klosters hatte den Tag vorbereitet und ein abwechslungsreiches Programm organisiert. Der Tag startete mit einem liebevoll gestalteten Familiengottesdienst, zu dem die Gemeinde aufgrund der unsicheren Witterung kurz vor Beginn doch noch vom Freien in die Klosterkirche umzog. Dabei stand die Schöpfung ganz im Mittelpunkt. In ihrer Ansprache nahm Nachhaltigkeitsbeauftragte Sr. Beate Krug Bezug
Grundlagenseminar 2024: Einfach machen – und etwas wagen!
Sr. Beate Krug ist seit vielen Jahren im Vorbereitungsteam des franziskanischen Grundlagenseminars zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Pilgernd war die Gruppe Anfang Juli im Sauerland unterwegs und begegnete dabei starken, begeisternden Frauen. Über das Wochenende im neuen Format berichtet Br. Stefan Federbusch (Text & Fotos): „Einfach machen“ war einer der Impulse, die wir Teilnehmenden vom diesjährigen Grundlagenseminar mitgenommen haben. Er stammt von Birgit Halbe, die uns auf dem Klara von Assisi Weg in Elspe begleitet hat und eine der 5 KFD-Initiatorinnen dieses bislang in Europa einmaligen Projektes ist. Sich nicht von Widerständen abhalten zu lassen, sondern einfach zu
Sr. Juliana über ihre Arbeit mit Geflüchteten
Ihre ersten Eindrücke in der Würzburger Asylunterkunft haben Sr. Juliana Seelmann geprägt. „Ich habe die riesengroße Not der Menschen gesehen, die auf der Suche sind nach einem sicheren Ort, nach Ankommen und Zur-Ruhe-Kommen.“ Was mit einem Praktikum im Rahmen ihrer Ordensausbildung begann, entwickelte sich zu einer Gewissheit: „Ich habe gemerkt, ich kann hier nicht mehr weg.“ Seit 13 Jahren arbeitet die gelernte Krankenschwester in der medizinischen Versorgung (Allgemeinmedizin, Pädiatrie, Gynäkologie, Psychiatrie) des Klinikums Würzburg Mitte in der Gemeinschaftsunterkunft für geflüchtete Menschen. Bei den Oberzeller Franziskanerinnen ist die 41-Jährige Ansprechpartnerin für das Thema Asyl. Das Engagement für Geflüchtete verbinde sich sehr
Kloster-Radtour 2024: „Spuren-Wandel“ durch den Odenwald
Unsere diesjährige Kloster-Radtour führte 14 begeisterte Radfahrer:innen von Aschaffenburg durch den Odenwald bis zum Kloster Oberzell. Die organisatorische Leitung hatte Verwaltungsleiter Matthias Hart inne, die geistliche Begleitung übernahm Schwester Regina Grehl. Zu Beginn der Tour am Freitagmorgen reiste die Gruppe mit dem Zug von Würzburg nach Aschaffenburg. Am Karmelitenkloster in Aschaffenburg startete die Fahrt und führte zunächst in Richtung Höchst im Odenwald. Die ersten Kilometer boten flaches Gelände, doch bald forderten die ersten Steigungen des Odenwaldes die Radler:innen heraus. Nach der Übernachtung in Höchst und einer kurzen Andacht im Klosterhof der Burg Breuberg begann der zweite Tag der Tour. Gestärkt
Karola Herbert: „Es war immer mehr als Arbeit für mich“
„Ich setzte den Fuß in die Luft, und sie trug.“ Dieses Zitat von Hilde Domin zog sich wie ein roter Faden durch den Rückblick, mit dem sich Karola Herbert am 27. Juni von den Oberzeller Franziskanerinnen verabschiedete. 16 Jahre lang war sie Leiterin des Fachbereichs Frauen, über 30 Jahre wirkte sie als Sozialpädagogin im Haus Antonia Werr. Insgesamt ist sie den Oberzeller Schwestern aber seit über 40 Jahren verbunden. Kein Wunder also, dass ihr Abschied in die Freistellungsphase von einem würdigenden Festakt und vielen bewegenden Worten begleitet wurde. Tanja Joa und Sarah Brenner, beide Mitarbeiterinnen des Fachbereichs, führten charmant durch
Gesundheitstag im Kloster Oberzell
Ganz im Zeichen der Gesundheit und des Wohlbefindens stand unser Gesundheitstag am 13. Juni. Nach einem gemeinsamen Frühstück zum Auftakt gab es Yoga mit Karola Herbert, um Körper und Geist in Einklang zu bringen. Maria Lawnik leitete zu Mobility- & Stretch-Übungen für mehr Beweglichkeit und Entspannung an und Marta Thomaschek führte durch ein leichtes Bewegungstraining, um sicher und stark durch den Alltag zu gehen. Außerdem war die AOK vor Ort und bot Messungen am Easy-Torque-Gerät an, eine Analyse der Bauch- und Rückenmuskulatur, verbunden mit Tipps für den Alltag. Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmenden und Organisator:innen für diesen inspirierenden Tag!
60 Jahre Ministrant: Waldemar Schneider aus Zell feiert Jubiläumsgottesdienst
Waldemar Schneider aus Zell am Main übernimmt viele Dienste bei den Gottesdiensten im Kloster Oberzell: Der 68-Jährige ist Lektor, Kommunionhelfer und Zeremonienmeister, vor allem aber Ministrant – und das seit 60 Jahren. Dieses außergewöhnliche Jubiläum haben die Oberzeller Franziskanerinnen gemeinsam mit Waldemar Schneider am Pfingstmontag in der Klosterkirche gefeiert. 60 Jahre Ministrantendienst würden nur wenige erreichen, betonte Sr. Rut Gerlach in ihrer Begrüßung. Waldemar Schneider sei mit der Liturgie und den Besonderheiten der verschiedenen Festtage vertraut. „Sollte einmal etwas übersehen oder vergessen werden, machen Sie diskret darauf aufmerksam oder holen es mit solcher Ruhe herbei, dass es für die Gemeinde
Sr. Katharina Ganz und Sr. Beate Krug beim Katholikentag in Erfurt
Glaube, Diskussion, Fest: dazu begegnen sich Menschen aller Generationen fünf Tage lang, alle zwei Jahre, in einer anderen Stadt. Für den 103. Deutschen Katholikentag vom 29. Mai bis 2. Juni 2024 in Erfurt werden bis zu 20.000 Teilnehmende aus Deutschland, Europa und der Welt erwartet. Darunter auch Menschen anderer Konfessionen und Religionen oder solche, die mit dem Katholikentag zwar nicht den Glauben, aber die gesellschaftlichen Anliegen teilen. Mit einem gemeinsamen Angebot „Ökumenisches Kloster – Gespräche unterm Feigenbaum“ beteiligen sich die Ordensgemeinschaften am Katholikentag. In acht Gesprächsrunden wird das Leitwort des Katholikentags „Zukunft hat der Mensch des Friedens“ aus Ordensperspektive aufgegriffen
Miteinander leben lernen: Ordensoberinnen und -obere verabschieden gemeinsame Stellungnahme
Rund 180 Ordensoberinnen und -obere haben eine Stellungnahme zur Frage des Zusammenlebens von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen und Prägungen in Deutschland verabschiedet und damit ein klares Statement gesetzt gegen fremdenfeindliche Ressentiments und für die unantastbare Würde aller Menschen. Das hat die Deutsche Ordensobernkonferenz (DOK) heute in einer Pressemitteilung veröffentlicht. Die gemeinsame Stellungnahme war gewissermaßen das Fazit des Studientags im Rahmen der Mitgliederversammlung der DOK, an der auch Generaloberin Sr. Dr. Katharina Ganz teilgenommen hat. Für die Ordensgemeinschaften sei ein Zusammenleben von in Deutschland und im Ausland geborenen Frauen und Männern unter einem Dach seit vielen Jahrzehnten alltägliche und vertraute