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Nach dem umstrittenen Würzburger Kirchenasyl-Urteil werden die Oberzeller Franziskanerin Sr. Juliana Seelmann und ihr Anwalt Franz Bethäuser Rechtsmittel einlegen. Man werde den Schuldvorwurf nicht akzeptieren, erklärt Bethäuser.

Die Ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche hat die Verurteilung einer bayerischen Ordensschwester wegen Kirchenasyls kritisiert. Das Urteil werfe ein bedenkliches Licht auf das Verständnis von Humanität und Gewissensentscheidungen.

"Letztlich geht es um die Grundwerte unserer Gesellschaft. Im christlich geprägten Bayern stehen Christen vor Gericht, weil sie diese Grundwerte leben. Das passt nicht zusammen", schreibt Dietrich Mittler in seinem Kommentar in der Süddeutschen Zeitung.

Sr. Juliana Seelmann ist wegen Gewährung von Kirchenasyl am Mittwoch schuldig gesprochen worden. Das Amtsgericht Würzburg sah es als erwiesen an, dass sie einer Nigerianerin Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt gewährt habe. 

Vergewaltigt, obdachlos, zur Prostitution gezwungen – mit diesen wenigen Worten lässt sich das Leben zweier Frauen aus Nigeria beschreiben, die letztlich nur eine Flucht als Ausweg sahen. Sie schafften es nach Deutschland, stellten Anträge auf Asyl, die abgelehnt wurden. Schwester Juliana Seelmann (38) gewährte den Frauen Kirchenasyl, schützte sie damit vor erneuter Gewalt. Nun muss sich die Schwester am 2. Juni in Würzburg vor Gericht verantworten, wegen „Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt“.

Die Ordensoberin Katharina Ganz machte 2019 bei einer Papst-Audienz eine kritische Bemerkung. Franziskus riet ihr, eine neue Kirche zu gründen. Doch die Theologin bleibt römisch-katholisch – und schreibt. In ihrem neuen Buch „Frauen stören“ schildert sie das ganz normale klerikale Patriarchat.

Menschen und Themen am Sonntag: Im „Gesprächsstoff“ kommen auf Radio Steiermark Menschen zu Wort, die etwas zu erzählen haben – bekannte Persönlichkeiten ebenso wie die berühmte Frau von nebenan.

Die Interfranziskanische Arbeitsgemeinschaft (INFAG) ist ein Zusammenschluss der deutschsprachigen franziskanischen Ordensgemeinschaften in Deutschland, Luxemburg und Belgien.

Das Predigtmanuskript von Sr. Dr. Katharina Ganz und eine Audio-Datei zum Nachhören ihrer Predigt beim Schlussgottesdienst zum 3. Ökumenschischen Kirchentag finden Sie nachfolgend.

Mitten in der Osterzeit, am 4. Mai 2021, erlöste Gott unsere Mitschwester Maria Theodulfa Engelhaupt aus der Vergänglichkeit ihres Leibes und führte sie heim in die ewige Osterfreude.

Mit einem Gottesdienst ist heute, 13. Mai 2021, der Ökumenische Kirchentag in Frankfurt zu Ende gegangen. In ihrer Predigt betonte Schwester Katharina Ganz den Auftrag der Kirche, zum guten Leben aller beizutragen. Dazu brauche es die Mithilfe aller.

Anlässlich des 3. Ökumenischen Kirchentags in Frankfurt vom 13. –16. Mai 2021 fordern die Oberzeller Franziskanerinnen bundesweit gemeinsam mit Etwa 90 weiteren kirchlichen Organisationen im Sinne des Leitworts „schaut hin“ (Mk 6,38) Politiker*innen auf, Klimaschutz zum Maßstab ihres Handelns in allen Sektoren zu machen.

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