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Die Oberzeller Schwestern blicken in die Zukunft. Wie andere Orden und Kongregationen wird auch die Gemeinschaft in Oberzell immer kleiner. Aufgrund dieser Entwicklung fiel bereits 2019 der Entschluss, sich selbst eine Perspektive zu schaffen. Es geht dabei um die eigene Lebensordnung, aber auch um die Liegenschaften. Für letzteres wurde eigens eine Kommission gegründet. Deren entwickelte Lösungsansätze werden nun bei dem Außerordentlichen Generalkapitel vom 6. bis 15. Juni diskutiert. Insgesamt soll der Blick darauf gerichtet sein, die Zukunftsfähigkeit der Gemeinschaft und die Altersvorsorge zu sichern und dadurch Freiräume für den eigentlichen Auftrag zu schaffen. Wie bei der Ordensgründerin Antonia Werr ist auch heute ein entschiedenes Vorgehen und Handeln sowie Mut zum Loslassen notwendig.

Mehr als ein Dach über dem Kopf – das bietet das neue Würzburger Modellprojekt "Frauenobdach Plus" für wohnungslose Frauen: intensive Unterstützung im Alltag, Hilfe bei Behördengängen und Arztbesuchen, einen Platz "in der Mitte der Gesellschaft". Die BR-Sendung Stationen hat uns im Sankt Raphaelsheim besucht...

Pierre Stutz ist ein populärer Theologe und Mystiker unserer Zeit. Seine Bücher machten den Schweizer auch hierzulande bekannt. Die BR2-Sendung "Katholische Welt" stellt ihn und seinen spirituellen Weg vor. In dem Beitrag unter dem Titel "Auf verschlungenen Pfaden, immer geradlinig. Der Theologe Pierre Stutz, Mystiker und ehem. Priester" berichtet er selbst unter anderem auch von seiner Zeit im Haus Klara, dem Bildungshaus der Oberzeller Franziskanerinnen.

Die Oberzeller Franziskanerinnen haben sich am Katholikentag 2022 in Stuttgart beteiligt, der unter dem Motto „Leben teilen“ stand. Das Leben zu teilen ist einer der wichtigsten Grundlagen für franziskanische Gemeinschaften. Franziskus und Klara von Assisi haben in der Schöpfung stets Gottes Hand gesehen und alles Geschaffene als Schwestern und Brüder benannt. Vom 25. bis 29. Mai waren Generaloberin Sr. Dr. Katharina Ganz sowie Sr. Beate Krug und Sr. Juliana Seelmann vor Ort in Stuttgart. Sie wirkten mit bei Podiumsdiskussionen, Lesungen sowie Workshops und waren am Stand der franziskanischen Netzwerkinitiative clara.francesco vertreten.

Sie haben uns einige Eindrücke mitgebracht.

Nach den verheerenden Überschwemmungen im April in Südafrika leben über 7000 Menschen aktuell in Obdachlosen-Unterkünften. Tausende Häuser wurden zerstört, insgesamt waren rund 40.000 Menschen betroffen. Vier Wochen nach dem Unglück werden immer noch viele Personen vermisst - es sind traurige Zustände, die Kardinal Wilfried Napier beschreibt. Der Administrator des Bistums Eshowe steht in Kontakt mit Sr. Dr. Katharina Ganz. Die Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen war nämlich im April zu Besuch bei den Mitschwestern in der Provinz Kwa-Zulu/Natal - kurz nachdem die schweren Regenfälle zu einer Flutkatastrophe geführt hatten.

Im Podcast "Das elfte Gebot" erzählt Generaloberin Sr. Katharina davon, wie sie sich für eine geschlechtergerechte Kirche einsetzt. Ob sie sich in der Katholischen Kirche diskriminiert fühlt. Warum sie sich in der Zukunft eine Päpstin vorstellen kann. Und warum sie nicht daran denkt aufzuhören unbequem zu sein. Eine Folge voller spannender Einblicke. Reinhören lohnt sich.

Egal ob Pfarrerin, Bischöfin oder Päpstin. Bis zum heutigen Tag dürfen Frauen in der katholischen Kirche nicht geweiht werden. Dadurch bleiben ihnen Ämter und Verantwortlichkeiten verwehrt. Schwester Dr. Katharina Ganz setzt sich für die Rechte von Frauen in der Kirche ein. Was hält Frauen heute noch in der Kirche? Was sagt eigentlich der Vatikan zu den Forderungen der Frauenbewegungen weltweit? Wird es in der Zukunft eine Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Kirche geben?

"Das Elfte Gebot" ist ein Podcast von Pfarrbriefservice.de.

Zum Podcast: Das elfte Gebot

Fit und mobil - Stadtradeln 2022 vom 7. bis zum 27. Mai

Indem wir Fahrrad fahren, leisten wir aktiv unseren Beitrag für mehr Klimaschutz. Wer einen (Arbeits-)Weg von vier Kilometern (einfach) an 20 Tagen mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurücklegt, spart über 20 Kilogramm CO2 – und über 50 Euro. Außerdem senkt Radfahren nachweislich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Deshalb sind die Oberzeller Franziskanerinnen auch dieses Jahr - zum fünften Mal in Folge - wieder dabei beim Stadtradeln vom 7. bis zum 27. Mai.

Unter dem Motto „bunt und lebendig“ lädt der Diözesanverband Würzburg des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) am Freitag, 29. April, von 18 bis 20 Uhr zum „Tag der Diakonin“ in die Pfarrkirche Sankt Margaretha in Mainaschaff ein. Die Veranstaltung wird auch als Livestream auf YouTube übertragen. Generaloberin Sr. Dr. Katharina Ganz berichtet im Anschluss an den Frauengottesdienst von ihren Erfahrungen als Beraterin und Beobachterin des Synodalen Prozesses.

Liturgie am Gründonnerstag in der Pfarrei St. Joseph, Mbongolwane, Diözese Eshowe, Provinz Kwa-Zulu/Natal in Südafrika

Sr. Katharina befindet sich gerade bei den Mitschwestern in Südafrika in der Provinz Kwa-Zulu/Natal. Die schweren Regenfälle haben die Konvente in Eshowe und Mbongolwane zum Glück bisher ohne Schäden überstanden. Sie schickt ihre Gedanken zu den Ostertagen.

In erschütternder Weise zeigen Gutachten immer wieder das Ausmaß sexualisierter Gewalt im kirchlichen Umfeld. Seit 2010 erste Missbrauchsfälle von Ordensleuten am Canisius-Kolleg in Berlin aufgedeckt worden sind, beschäftigen sich Gemeinschaften in Deutschland mit der Aufarbeitung. 2020 wurden alle bisherigen Richtlinien in enger Abstimmung mit der Deutschen Bischofskonferenz überarbeitet und entsprechende Bestimmungen auch für die Ordensgemeinschaften erlassen. 13 Orden und Kongregationen, die im Bistum Würzburg tätig sind, haben 2021 daraufhin einen gemeinsamen Beraterstab ins Leben gerufen. Auf Anregung der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in der Diözese Würzburg (AAK) hatten die Ordensleute nun zu ihrem jüngsten Treffen im März zwei Vertreterinnen der Aufarbeitungskommission des Bistums eingeladen, um über eine Kooperation zu reden.

Vor einem Monat sind die russischen Truppen nach Putins Befehl in die Ukraine einmarschiert. Seitdem werden Städte bombardiert, Wohnviertel in Schutt und Asche gelegt und Millionen von Menschen von Strom, Wasser und Heizung abgeschnitten. Innerhalb weniger Wochen sind innerhalb von Europa so viele Menschen auf der Flucht wie seit 1945 nicht mehr. Die Bilder und Nachrichten von Putins Angriffskrieg in der Ukraine erschüttern uns. Oberzeller Schwestern, die selbst während oder nach dem Zweiten Weltkrieg fliehen mussten oder vertrieben worden sind, erinnern sich wieder an ihre eigene Geschichte und Not damals.

Die Oberzeller Franziskanerinnen haben sich am Freitag am globalen Klimastreik beteiligt, zu dem Fridays for Future zusammen mit vielen weiteren Verbündeten aufgerufen hatten. Die Schwestern bildeten mit Mitarbeiter*innen des Klosters sowie Schüler*innen und Eltern der Montessori-Schule und weiteren Gleichgesinnten eine Menschenkette entlang der Klostermauer. Mit Abstand, doch verbunden durch lange, bunte Tücher, setzten sie ein Zeichen für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit - und in diesem Jahr ganz besonders für den Frieden. Im Anschluss trafen sich die Teilnehmer*innen in der Klosterkirche für ein gemeinsames Friedens- und Klimagebet.

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