Eine Ordensschwester geht die Steintreppe im barocken Konventbau herunter. Das Kunstschmiedeportal im Hintergrund.

Archiv: Verstorbene Schwestern

Portrait von Schwester Agnella Kestler mit ihren Lebensdaten.

Die Ideengeberin gab Halt, Rückendeckung, Beistand und Orientierung

„Im Letzten geht es doch darum, in das große DU Gottes einzugehen und uns ganz auf dieses DU auszurichten“, sagte Sr. Agnella mir sinngemäß bei einem Krankenbesuch. Nur zwei Monate waren ihr vergönnt zwischen der Aufnahme ins Leopoldina-Krankenhaus in Schweinfurt und ihrem Sterbetag am 22. Mai im Antoniushaus. Sie nutzte diese Wochen intensiv, um Rückblick zu halten auf ihr Leben, ihrer Sehnsucht nach Gott nachzuspüren und Abschied zu nehmen von lieben Menschen. Ihre Eltern Josef und Anna Kestler hatten ihr am 10. Mai 1941 das Leben geschenkt. Getauft auf den Namen Maria wuchs sie in Theilheim im Landkreis Schweinfurt auf.

„Im Letzten geht es doch darum, in das große DU Gottes einzugehen und uns ganz auf dieses DU auszurichten“, sagte Sr. Agnella mir sinngemäß bei einem Krankenbesuch. Nur zwei Monate waren …
Portrait von Schwester Radegundis Rosenberger mit ihren Lebensdaten.

Gütig und wohlwollend mit gutem Gespür für das Gefühlsleben ihrer Mitmenschen

Wir Oberzeller Franziskanerinnen feiern an jedem 25. des Monats Weihnachten und stellen an diesem Tag in allen Kirchen und Kapellen die Krippe auf. Sr. Radegundis hat in besonderer Weise aus diesem Weihnachtsgeheimnis gelebt. Deshalb ist es sehr stimmig, dass wir heute, am 25. Mai, von ihr Abschied nehmen. Das Jesuskind, mit dem sie liebevolle Zwiesprache gehalten hat, liegt auch jetzt vor dem Altar in unserer Mitte. Schwester Radegundis wurde am 20. Dezember 1932, kurz vor Weihnachten, in Mensengesäß, einem Ortsteil von Mömbris im Landkreis Aschaffenburg geboren. Zwei Tage später erhielt sie bei der Taufe den Namen Magdalena Theresia. Ihre Eltern

Wir Oberzeller Franziskanerinnen feiern an jedem 25. des Monats Weihnachten und stellen an diesem Tag in allen Kirchen und Kapellen die Krippe auf. Sr. Radegundis hat in besonderer Weise aus diesem …
Portrait von Schwester Edelhilde Saam mit ihren Lebensdaten.

Ordensfrau mit Heiterkeit, großem Wissen und herzhaftem, schallenden Lachen

Schwester Edelhilde hat ihr Leben lang gern gelacht. Jetzt hat sie wirklich allen Grund zum Lachen: Am 11. Mai ist sie in den frühen Morgenstunden zu Gott heim gegangen. Ihren ersten Schrei stieß sie am 6. Januar 1934 aus. Einen Tag nach dem Fest der Erscheinung des Herrn wurde sie auf den Namen Gertrud Maria getauft. Sie war das zweite von vier Kindern. Ihre Eltern Alfons und Angela Saam besaßen in Eßleben im Landkreis Schweinfurt eine Landwirtschaft. Nach der Volksschule in Eßleben ging Gertrud noch zwei Jahre auf die landwirtschaftliche Berufsschule in Werneck und in die Haushaltungsschule nach Oberzell. Dabei

Schwester Edelhilde hat ihr Leben lang gern gelacht. Jetzt hat sie wirklich allen Grund zum Lachen: Am 11. Mai ist sie in den frühen Morgenstunden zu Gott heim gegangen. Ihren ersten Schrei stie…
Portrait von Schwester Gerfrieda Langemeier mit ihren Lebensdaten.

Kleine Frau mit großer Stimme

Das Licht des irdischen Lebens erblickte Schwester Gerfrieda am 12. Januar 1932. Sie wurde in Duisburg-Hamborn geboren und am 17. Januar auf den Namen Anneliese getauft. Dort, an Rhein und Ruhr, wuchs sie mit ihrem jüngeren Bruder Bernhard auf und besuchte die Volksschule. Als der Krieg näher kam, wurde die Familie zum Großvater nach Süddeutschland evakuiert. In Lenting, zwischen Donautal und Frankenalb, ging Anneliese weiter zur Schule. Nach dem Volksschulabschluss besuchte sie noch ein Jahr die landwirtschaftliche Berufschule. Sie half ihre Mutter im Haushalt und war Kindermädchen bei einer Nachbarin. In Lenting kam Anneliese in Kontakt mit den Schwestern unserer

Das Licht des irdischen Lebens erblickte Schwester Gerfrieda am 12. Januar 1932. Sie wurde in Duisburg-Hamborn geboren und am 17. Januar auf den Namen Anneliese getauft. Dort, an Rhein und Ruhr, wuchs…
Portrait von Schwester Lucella Anderer mit ihren Lebensdaten.

Stets an der Seite der Armen und Kranken, Verwundeten und Bedürftigen

Aus Lateinamerika stammt der Satz: „Wer in Gott eintaucht, taucht bei den Armen wieder auf.“ Mit diesem Satz möchte ich das Leben von Schwester Lucella überschreiben. Eingetaucht in das Leben ist Schwester Lucella am 15. Februar 1930 in Reichenbach-Waldbronn, Landkreis Karlsruhe, geboren. Eingetaucht in das Leben Jesu und in die Gemeinschaft der Kirche wurde sie am 22. Februar. Bei ihrer Taufe erhielt sie den Namen Irma Amanda. Sie war die Älteste von sechs Geschwistern. Einer ihrer Brüder wurde später Missionsbenediktiner in St. Ottilien. Sie besuchte die Volksschule in Reichenbach und anschließend wegen der Kriegswirren nur ein halbes Jahr die Berufsschule.

Aus Lateinamerika stammt der Satz: „Wer in Gott eintaucht, taucht bei den Armen wieder auf.“ Mit diesem Satz möchte ich das Leben von Schwester Lucella überschreiben. Eingetaucht in das …
Portrait von Schwester Reintrudis Genslein mit ihren Lebensdaten.

Säuglingsschwester mit großem Herzen und viel Humor

Der Advent ist die Zeit des Wartens und der Erwartung auf den wiederkommenden Christus am Ende der Zeiten. Schwester Reintrudis war für diese Begegnung bereit. „Herr, ich bin bereit, aber es eilt nicht!“ sagte sie öfter mit einem süffisanten Lächeln. So ging sie am Samstag, 10. Dezember, dem ersehnten Christus freundlich und ruhig entgegen. Schwester Reintrudis wurde am 4. Juni 1933 in Kirchlauter im Landkreis Haßberge geboren und auf den Namen Helene getauft. Sie hatte sieben Geschwister. Die ersten sechs Jahre verbrachte sie im Elternhaus. Als sie fünf Jahre alt war starb 1938 ihre Mutter. Ein Jahr später heiratete ihr

Der Advent ist die Zeit des Wartens und der Erwartung auf den wiederkommenden Christus am Ende der Zeiten. Schwester Reintrudis war für diese Begegnung bereit. „Herr, ich bin bereit, aber es eilt…
Portrait von Schwester Eusebia Goderbauer mit ihren Lebensdaten.

Landwirtin mit sehendem Herzen für Gott und die Menschen

Schwester Eusebia wurde am 9. Juni 1931 in München geboren und wenige Tage später auf den Namen Anna Katharina getauft. Aufgewachsen ist Anni, so ihr Rufname, im oberbayerischen Voralpenland, wo sich ihr Elternhaus in Huglfing im Landkreis Weilheim-Schongau befindet. Von Geburt an hatte Anni eine starke Sehbehinderung und musste mit den daraus resultierenden Einschränkungen zurecht kommen. Sie wuchs mit drei Geschwistern in der elterlichen Landwirtschaft auf und war in den Alltag und die Aufgaben auf dem Hof eingebunden, soweit dies ihre Sehbehinderung zuließ. Von 1937 bis 1941 besuchte Anni die Volksschule in Berg-Oberhausen. Um ihr eine bessere Förderung zukommen zu

Schwester Eusebia wurde am 9. Juni 1931 in München geboren und wenige Tage später auf den Namen Anna Katharina getauft. Aufgewachsen ist Anni, so ihr Rufname, im oberbayerischen Voralpenland, wo …
Portrait von Schwester Ilse Bayer mit ihren Lebensdaten.

Sonderpädagogin mit besonderer Gabe

„Morgenglanz der Ewigkeit, Licht vom unerschaffenen Lichte, schick uns diese Morgenzeit deine Strahlen zu Gesichte, und vertreib durch deine Macht unsere Nacht.“ Dies ist eines der Lieder, die sich Schwester Ilse für ihr Requiem gewünscht hat. Im Sonnenlicht erkannte sie den Abglanz Gottes, des unerschaffenen Lichtes. Die ganze Schöpfung war für sie ein Gleichnis für die verborgene Herrlichkeit des Schöpfers. In dieses Ewige Licht Gottes ist Schwester Ilse am Abend des 26. Oktober heim gegangen. Geboren wurde sie am 31. Mai 1938 in Otting, im Landkreis Donauwörth. In der Taufe erhielt sie den Namen Walburga, den Namen der großen Heiligen

„Morgenglanz der Ewigkeit, Licht vom unerschaffenen Lichte, schick uns diese Morgenzeit deine Strahlen zu Gesichte, und vertreib durch deine Macht unsere Nacht.“ Dies ist eines der Lieder, die …
Portrait von Schwester Rosa Drescher mit ihren Lebensdaten.

Gärtnerin mit unerschütterlichem Vertrauen in Gottes Liebe und Menschenfreundlichkeit

„Das Reich Gottes ist wie ein Senfkorn, das ein Mensch in seinem Garten in die Erde steckt; es wächst und wird zu einem Baum, und die Vögel des Himmels nisten in seinen Zweigen.“ Mit diesem Gleichnis beschreibt das Lukasevangelium (13,18f) das Himmelreich. Dieses Bild passt auf das Leben von Schwester M. Rosa Drescher. Als Gärtnerin kannte sie die Gesetze des Wachstums. Sie wusste, welche Arbeit wir selbst tun können und müssen, damit etwas gedeihen kann und wir Früchte ernten können. Gleichzeitig war sie sich bewusst, dass das Wachsen von selbst geschieht und ein Wunder der Schöpfung ist. Mit Gott, dem

„Das Reich Gottes ist wie ein Senfkorn, das ein Mensch in seinem Garten in die Erde steckt; es wächst und wird zu einem Baum, und die Vögel des Himmels nisten in seinen Zweigen.“ Mit diesem …
Portrait von Schwester Nicetas Griebel mit ihren Lebensdaten.

Bescheidene Köchin mit viel Gespür für die Mädchen im Heim

„Gott lässt sich auch zwischen den Kochtöpfen finden“ hat die große Mystikerin Teresa von Avila gesagt und damit nicht nur das Gebet, das Schweigen und die Kontemplation wert geschätzt, sondern auch die alltägliche Arbeit als Lob Gottes angesehen und zum Ort erklärt, an dem sich Gott im Alltag finden lässt. Zwischen den Kochtöpfen hat Sr. Nicetas Griebel die längste Zeit ihres Ordenslebens verbracht und dabei innere Tiefe erlangt und inneren Reichtum gewonnen. Schwester Nicetas wurde am 29. November 1929 in Schönau an der Brend im Landkreis Bad Neustadt/Saale geboren und auf den Namen Elfriede getauft. Sie wuchs in einer kinderreichen

„Gott lässt sich auch zwischen den Kochtöpfen finden“ hat die große Mystikerin Teresa von Avila gesagt und damit nicht nur das Gebet, das Schweigen und die Kontemplation wert geschätzt, …