Mit ganzem Herzen in Südafrika
Helga Schramm wurde am 29. April 1936 in Rosenberg in der Region Oberschlesien als zweitälteste von sechs Kindern geboren. Ihre Kindheitsjahre waren sehr geprägt vom zweiten Weltkrieg, von Vertreibung, Flucht, Not und dem frühen Hungertod eines Bruders. Ihr Vater, der Maschinenkaufmann Johannes Schramm, wurde nach Kriegsende vermisst, ihre Mutter setzte sich mit all ihrer Kraft für die Familie ein. In ihrem Lebenslauf und einem persönlichen Rückblick schrieb Helga ihre Erinnerungen an diese Zeit nieder: Am 25. Januar 1945 musste ihre Familie die Heimatstadt verlassen, da die russischen Truppen sich dem Gebiet näherten. Nach einer beschwerlichen Flucht kreuz und quer durch
Liebevolle Krankenschwester mit Häkelleidenschaft
„Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.“ – diesen Text hatte Sr. Sixta in einem ihrer Bücher aufbewahrt und er passt sehr gut zu ihrem Leben. Theresia Zirkelbach wurde am 6. August 1938 als viertes von sechs Kindern der Landwirtsleute Eduard und Martha in Schönau an der Brend geboren. Die Familie musste schon früh gemeinsam einen Verlust tragen, da Theresias Bruder Burkhard im Alter von sechs Monaten verstarb. Schon in ihrer Kindheit lernte sie Oberzeller Schwestern kennen, da es einen Konvent in ihrem Heimatort gab. Nach acht Volksschuljahren besuchte sie die landwirtschaftliche Berufsschule in
Große Vertrauensperson für Menschen in Südafrika
Elfriede Schenk wurde am 13. März 1941 im Sudentenland geboren, sie war das Achte von dreizehn Kindern ihrer Eltern Rudolf und Wilhelmine Schenk. Die ersten Jahre ihres Lebens verbrachte sie in Deutschhausen, was im heutigen Tschechien liegt und die letzten Kriegsjahre waren sicher nicht einfach für die Familie. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie mit ihrer Familie aus dem Sudentenland vertrieben und kam 1946 nach Bayern. Dort in Steinwiesen (im Landkreis Kronach) hatte unsere Gemeinschaft eine Niederlassung. So lernte Elfriede unsere Kongregation kennen und hatte einen guten, lebendigen Kontakt mit unseren Schwestern. Sr. Dietfrieda war ihre Kindergärtnerin und Elfriede hat
Eine „Schafferin“ und Naturliebhaberin
Kreszentia Probst wurde am 21. August 1933 als fünftes Kind in Sulzdorf im Landkreis Donau-Ries geboren. Im Alter von sechs Jahren wurden sie und ihre Geschwister Halbwaisen, der Vater verstarb sehr früh an Magenkrebs. Nach dem Besuch der Volks- und Fortbildungsschule arbeitete Kreszenz in der elterlichen Landwirtschaft mit. Im März 1950 trat sie in Oberzell ein, wurde zwei Jahre später am 3. Oktober eingekleidet und erhielt den Namen Sr. Sighilde. Nach dem einjährigen Noviziat feierte sie am 4. Oktober 1953 ihre Erstprofess, drei Jahre später ihre ewige Profess. Sr. Sighilde machte keine Ausbildung, sondern wirkte jahrzehntelang an verschiedenen Orten als
Warmherzige Krankenschwester mit amerikanischer Staatsbürgerschaft
Anna Dorsch wurde am 27. Dezember 1932 in Unterbrunn im Landkreis Staffelstein als drittes Kind des Bahnarbeiters Michael Dorsch und ihrer Mutter Maria geboren. Mit elf Geschwistern wuchs sie in ihrem Heimatdorf auf, zwei Geschwisterchen sind schon früh verstorben. Schon in jungen Jahren fühlte sie sich durch Gott berufen und lernte früh die Oberzeller Schwestern kennen, die in Ebensfeld wirkten. In einem Interview sagte Sr. Walgunde über ihren Eintrittswunsch: „Die Eltern haben mir freien Lauf gelassen. Ich habe gespürt, ich wollte Schwester werden. Gott ist unser höchstes Gut.“ Nach dem Besuch der Volks- und Fortbildungsschule trat sie 1948 ins Kloster
Mit Leib und Seele Krankenschwester
Maria Magdalena Lehner wurde am 5. August 1941 als erste Tochter ihrer Eltern Josef und Theresia Lehner in Döllwang im Kreis Neumarkt in der Oberpfalz geboren. Nachdem ihr Vater nicht aus dem Krieg zurückkam und vermisst blieb, wuchs sie als Halbwaise mit ihrer Mutter und ihrer zwei Jahre jüngeren Schwester Dora auf. Von 1944 bis 1955 besuchte Maria die Volksschule und musste schon früh bei der Feldarbeit mithelfen. Als ihre Mutter sich einmal schwer verletzte und zehn Wochen im Krankenhaus liegen musste, gab es für sie besonders viel zu tun und sie musste für alles sorgen. Ab 1955 besuchte sie
Über 50 Jahre Einsatz für Menschen in Südafrika
Brigitte Heinlein wurde am 22. Februar 1929 als fünftes der neun Kinder ihrer Eltern Josef und Caroline Heinlein in Ottelmannshausen geboren, ein Bruder verstarb schon bei der Geburt. Nach dem Besuch der Volks- und Berufsschulschule hatte Brigitte, so schrieb sie selbst in ihrem Lebenslauf, „die Gelegenheit ihre hauswirtschaftlichen Kenntnisse an der Haushaltungsschule Haag in Oberbayern zu erweitern.“ Mit 19 Jahren trat Brigitte in Oberzell ein und nahm als Kandidatin an dem Sonderlehrgang für Handarbeitslehrerinnen teil. Das Kloster Oberzell war ihr durch ihre Tante Sr. Prokopia und Sr. Bernadette, ihre leibliche Schwester, schon vertraut. Bei ihrer Noviziatsaufnahme erhielt sie den Namen
Als Krankenschwester viele Menschen auf deren Weg begleitet
Am Freitagabend, den 21. November 2025, rief Gott unsere Mitschwester M. Genovefa Schmitt kurz vor dem Christkönigssonntag in sein himmlisches Reich. Sr. Genovefa hat ausdrücklich und schriftlich festgehalten, dass sie keinen Nachruf möchte. Das respektieren wir und fassen deshalb hier lediglich ihre Lebensdaten zusammen. Monika Schmitt kam am 9. März 1931 als erstes Kind der Landwirtseheleute Franz Schmitt und dessen Ehefrau Amalie zur Welt und wuchs in Pfändhausen, einem Ortsteil von Dittelbrunn im Landkreis Schweinfurt auf. Von März 1937 bis Frühjahr 1945, also während der Kriegszeit, besuchte sie die Volksschule in ihrem Dorf. Ebenso besuchte Monika die landwirtschaftliche Berufsschule in
Erzieherin mit großem Herz für Kinder mit besonderem pflegerischen Bedarf
Der lichtvolle Gott hat Sr. Auxilia am 13. November für uns alle plötzlich und unerwartet zu sich in sein Licht gerufen. Als älteste der fünf Geschwister wurde Maria Theresia Inzenhofer am 14. Januar 1938 in Thierberg, heute Scheinfeld, geboren. Als Tochter von Georg und Elisabeth wurde sie in einen landwirtschaftlichen Betrieb hineingeboren, nach ihr kamen noch zwei Schwestern und zwei Brüder. Die Volksschule besuchte Theresia in Schwarzenberg und ist dort schon in jungen Jahren franziskanischem Leben begegnet. Nach der Volksschule hat sie in Scheinfeld die gewerbliche Berufsschule besucht und von 1952 bis 1955 eine Lehre als Damenschneiderin in Schwarzenberg absolviert.
Handarbeitslehrerin mit Blick auf die Not der Anderen
Nach einem langen und erfüllten Leben holte Gott, der gute Hirte, unsere Mitschwester M. Herildis Berger am 22. Oktober in seine ewige Herrlichkeit. „Froh zu sein bedarf es wenig und wer froh ist, ist eine Königin“ – so schrieb es Schwester Herildis selbst noch im hohen Alter auf ein Mandalabild, auf kleine Notizzettel oder eine Serviette. Ich denke, dieser Satz sagt über Sr. Herildis‘ Leben und ihre Einstellung viel aus. Sie war eine Frohnatur, hatte ein gutes Wort für Jede und Jeden und sie sah in jedem Menschen das Königliche und Einzigartige. Schwester Herildis wurde am 12. Mai 1928 in