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Im Podcast "Das elfte Gebot" erzählt Generaloberin Sr. Katharina davon, wie sie sich für eine geschlechtergerechte Kirche einsetzt. Ob sie sich in der Katholischen Kirche diskriminiert fühlt. Warum sie sich in der Zukunft eine Päpstin vorstellen kann. Und warum sie nicht daran denkt aufzuhören unbequem zu sein. Eine Folge voller spannender Einblicke. Reinhören lohnt sich.

Egal ob Pfarrerin, Bischöfin oder Päpstin. Bis zum heutigen Tag dürfen Frauen in der katholischen Kirche nicht geweiht werden. Dadurch bleiben ihnen Ämter und Verantwortlichkeiten verwehrt. Schwester Dr. Katharina Ganz setzt sich für die Rechte von Frauen in der Kirche ein. Was hält Frauen heute noch in der Kirche? Was sagt eigentlich der Vatikan zu den Forderungen der Frauenbewegungen weltweit? Wird es in der Zukunft eine Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Kirche geben?

"Das Elfte Gebot" ist ein Podcast von Pfarrbriefservice.de.

Zum Podcast: Das elfte Gebot

Nach den verheerenden Überschwemmungen im April in Südafrika leben über 7000 Menschen aktuell in Obdachlosen-Unterkünften. Tausende Häuser wurden zerstört, insgesamt waren rund 40.000 Menschen betroffen. Vier Wochen nach dem Unglück werden immer noch viele Personen vermisst - es sind traurige Zustände, die Kardinal Wilfried Napier beschreibt. Der Administrator des Bistums Eshowe steht in Kontakt mit Sr. Dr. Katharina Ganz. Die Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen war nämlich im April zu Besuch bei den Mitschwestern in der Provinz Kwa-Zulu/Natal - kurz nachdem die schweren Regenfälle zu einer Flutkatastrophe geführt hatten.

Sr. Katharina sah die Zerstörung mit eigenen Augen und sprach schon vor Ort lange mit dem Kardinal über die Situation. Sie waren sich einig, dass „wir als Kirche und Ordensgemeinschaft den Menschen beistehen wollen, die bei den jüngsten Überschwemmungen in Durban und den umliegenden Gebieten alles verloren haben“, wie Sr. Katharina betont. Sie habe dem Kardinal versprochen, in Deutschland eine Spendenaktion für die Betroffenen ins Leben zu rufen. Er sicherte wiederum zu, dass das Geld bei den Bedürftigen ankommen wird.

 Versorgung mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Kleidung und Unterkünften

Aktuell geht es vor allen Dingen um die Lebensmittel- und Trinkwasserversorgung, um Kleidung und Unterkünfte. Dann wird eine langfristige Aufbauhilfe folgen. Die Menschen in der Region seien skeptisch, wenn es um staatliche Hilfen geht, erklärt Sr. Katharina. In Südafrikas politischem System herrscht immer noch Korruption. Dass zugesagte Unterstützung nicht ankommt, haben die Menschen in den vergangenen Pandemie-Jahren erneut gespürt.

Das Vertrauen in die Kirche und ihre Einrichtungen sei aber deutlich größer. Die Spenden, die bei den Oberzeller Franziskanerinnen für Südafrika eingehen, werden an ein Missionskonto im Bistum Eshowe weitergeleitet. Kardinal Wilfried Napier wird sich dann darum kümmern, dass die Gelder an nicht-staatliche Institutionen wie beispielsweise das Rote Kreuz gehen, damit die Hilfe direkt bei den Menschen vor Ort ankommt.

 

Wir freuen uns, wenn auch Sie die von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen in Südafrika unterstützen möchten!

Spendenkonto:
Kloster Oberzell, Verwendungszweck: Flutopfer Durban
IBAN DE68 7509 0300 0503 0180 08

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Fit und mobil - Stadtradeln 2022 vom 7. bis zum 27. Mai

Indem wir Fahrrad fahren, leisten wir aktiv unseren Beitrag für mehr Klimaschutz. Wer einen (Arbeits-)Weg von vier Kilometern (einfach) an 20 Tagen mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurücklegt, spart über 20 Kilogramm CO2 – und über 50 Euro. Außerdem senkt Radfahren nachweislich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Deshalb sind die Oberzeller Franziskanerinnen auch dieses Jahr - zum fünften Mal in Folge - wieder dabei beim Stadtradeln vom 7. bis zum 27. Mai.

Unter dem Motto „bunt und lebendig“ lädt der Diözesanverband Würzburg des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) am Freitag, 29. April, von 18 bis 20 Uhr zum „Tag der Diakonin“ in die Pfarrkirche Sankt Margaretha in Mainaschaff ein. Die Veranstaltung wird auch als Livestream auf YouTube übertragen. Generaloberin Sr. Dr. Katharina Ganz berichtet im Anschluss an den Frauengottesdienst von ihren Erfahrungen als Beraterin und Beobachterin des Synodalen Prozesses.

Liturgie am Gründonnerstag in der Pfarrei St. Joseph, Mbongolwane, Diözese Eshowe, Provinz Kwa-Zulu/Natal in Südafrika

Sr. Katharina befindet sich gerade bei den Mitschwestern in Südafrika in der Provinz Kwa-Zulu/Natal. Die schweren Regenfälle haben die Konvente in Eshowe und Mbongolwane zum Glück bisher ohne Schäden überstanden. Sie schickt ihre Gedanken zu den Ostertagen.

In erschütternder Weise zeigen Gutachten immer wieder das Ausmaß sexualisierter Gewalt im kirchlichen Umfeld. Seit 2010 erste Missbrauchsfälle von Ordensleuten am Canisius-Kolleg in Berlin aufgedeckt worden sind, beschäftigen sich Gemeinschaften in Deutschland mit der Aufarbeitung. 2020 wurden alle bisherigen Richtlinien in enger Abstimmung mit der Deutschen Bischofskonferenz überarbeitet und entsprechende Bestimmungen auch für die Ordensgemeinschaften erlassen. 13 Orden und Kongregationen, die im Bistum Würzburg tätig sind, haben 2021 daraufhin einen gemeinsamen Beraterstab ins Leben gerufen. Auf Anregung der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in der Diözese Würzburg (AAK) hatten die Ordensleute nun zu ihrem jüngsten Treffen im März zwei Vertreterinnen der Aufarbeitungskommission des Bistums eingeladen, um über eine Kooperation zu reden.

Vor einem Monat sind die russischen Truppen nach Putins Befehl in die Ukraine einmarschiert. Seitdem werden Städte bombardiert, Wohnviertel in Schutt und Asche gelegt und Millionen von Menschen von Strom, Wasser und Heizung abgeschnitten. Innerhalb weniger Wochen sind innerhalb von Europa so viele Menschen auf der Flucht wie seit 1945 nicht mehr. Die Bilder und Nachrichten von Putins Angriffskrieg in der Ukraine erschüttern uns. Oberzeller Schwestern, die selbst während oder nach dem Zweiten Weltkrieg fliehen mussten oder vertrieben worden sind, erinnern sich wieder an ihre eigene Geschichte und Not damals.

Die Oberzeller Franziskanerinnen haben sich am Freitag am globalen Klimastreik beteiligt, zu dem Fridays for Future zusammen mit vielen weiteren Verbündeten aufgerufen hatten. Die Schwestern bildeten mit Mitarbeiter*innen des Klosters sowie Schüler*innen und Eltern der Montessori-Schule und weiteren Gleichgesinnten eine Menschenkette entlang der Klostermauer. Mit Abstand, doch verbunden durch lange, bunte Tücher, setzten sie ein Zeichen für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit - und in diesem Jahr ganz besonders für den Frieden. Im Anschluss trafen sich die Teilnehmer*innen in der Klosterkirche für ein gemeinsames Friedens- und Klimagebet.

Ordensschwestern und Schüler*innen der Montessori-Schule beteiligen sich gemeinsam an der Müll-Sammel-Aktion putz.munter im Landkreis Würzburg  

Um die Zukunft der Kirche geht es Sr. Katharina Ganz. Und die hat ohne Frauen eben keine Zukunft. So auch der Titel ihres Buches „Frauen stören und ohne sie hat die Kirche keine Zukunft“ . Ein provokanter Titel, der aufzeigen will, was derzeit in der Kirche auf dem Spiel stehe. In der Abteikirche Münsterschwarzach hat sie im Februar aus ihrem Buch vorgelesen. Der BuchBesuch, eine Veranstaltungsreihe, die traditionell in der Klosterbuchhandlung stattfindet, musste aufgrund der vielen Anmeldungen in die Kirche verlegt werden. 

"In deinem Haus zu Gast – Kirchen(t)räume entdecken“ lautet das Thema der diesjährigen Fastenpredigten in der Basilika Vierzehnheiligen. Generaloberin Sr. Dr. Katharina Ganz wird die Predigt am vierten Fastensonntag halten.
Beginn ist jeweils sonntags um 14 Uhr mit einer fastenzeitlichen Vesper, in die die jeweilige Predigt eingebettet ist.

Allmächtiger Gott, himmlischer Vater,
wir beklagen vor Dir den Krieg in der Ukraine.
Du kannst die Herzen der Menschen wenden.
Lass sie Frieden suchen statt Krieg,
gegenseitige Hilfe statt Vorherrschaft,
und Gerechtigkeit statt eigenem Vorteil.
Zeige den Verantwortlichen und Mächtigen den Weg des Friedens.
Wir beten für ALLE, die in diesem Krieg besonders zu leiden haben;
und wir denken im Gebet an ALLE, die jetzt auf der Flucht sind...
Herr, schenke uns Frieden!
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