headeroberzell

Predigt zum Fest Epiphanie, 6. Januar 2023
von Generaloberin Sr. Dr. Katharina Ganz

2022 01 06 Dreikoenig Predigt01Vor kurzem bin ich bei einem Stadtbummel in Würzburg zufällig am sogenannten Zukunftshaus vorbei gekommen. Das ist ein neuer Laden in Würzburg, in dem man nachhaltig hergestellte Produkte kaufen oder Elektrogeräte ausleihen kann. An der Tür lädt ein Schild in Regenbogenfarben alle Menschen ein, hereinzukommen. Willkommen sind Leute aller Größen, Farben, Kulturen, Geschlechter, Überzeugungen, Religionen, jeden Alters und Typs.

Spontan dachte ich: War das bei der Geburt Jesu damals nicht auch so? War der Stall von Bethlehem nicht das Zukunftshaus schlechthin? Haben sich nicht an der Krippe schon die unterschiedlichsten Leute versammelt? Allen voran Maria, die viel zu jung ein uneheliches Kind gebar; Josef, der zu ihr stand, sie nicht verstieß und als Pflegevater Verantwortung übernahm? Die armen Hirten von den benachbarten Feldern. Und heute kommen die Sterndeuter aus dem Osten zum Stall. Sie sind die Menschen aus der Ferne und Fremde, weit angereist, keine Juden, sondern anders gläubige Menschen.

In der christlichen Kunst werden sie dargestellt als Menschen drei verschiedener Generationen: Ein heranwachsender Jüngling, der suchend nach den Sternen Ausschau hält; ein Erwachsener und ein Mann im Greisenalter, der demütig seine Krone abnimmt und niederkniet. Oder sie erscheinen als Vertreter der drei Erdteile, die in der Antike bekannt waren: Europa, Asien und Afrika.

Die Kindheitsgeschichten Jesu wie Matthäus und Lukas in den ersten beiden Kapiteln ihrer Evangelien schildern, sind keine Tatsachenberichte. Aber wir können gerade von der heutigen Erzählung (Mt 2,1-12) viel für unser eigenes Leben als Christ*innen lernen. Denn: Die Sterndeuter haben eine tiefe Sehnsucht und folgen ihr. Sie möchten den neu geborenen König entdecken. Deshalb sind sie mutig und brechen auf statt zuhause sitzen zu bleiben. Sie riskieren dabei, sich unterwegs zu verlaufen oder notfalls umkehren zu müssen. Aber sie gehen los.

Dabei orientieren sie sich am Stern. Sie sind wach für die Zeichen am Himmel und suchen ihren Weg auf der Erde. Trotz der Unwägbarkeiten unterwegs verlieren sie das große Ganze nicht aus dem Blick. Sie haben eine klare Vision und Mission. Und: sie gehen nicht alleine, sondern gemeinsam. Sie werden sich öfter beraten haben, wie es weitergeht, welcher Spur sie folgen sollen, welcher Pfad sie ihrem Ziel wohl näher bringt. Und: Sie suchen den Machthaber Herodes auf und fragen nach Auskunft. Sie holen Erkundigungen ein. Sie tun also gar nicht erst so, als ob sie alleine zurecht kämen und schon alles wüssten. Damit bricht ihnen kein Zacken aus der Krone.

Gleichzeitig wägen sie sorgfältig ab, was sie erfahren und folgen nicht einfach blind den Ratschlägen anderer. Sie unterscheiden die Geister. Außerdem achten sie auf ihre Gefühle. An der Freude, die sie erfüllt, erkennen sie, dass sie am Ziel ihrer Suche angekommen sind. Und auch da lassen sie sich noch einmal überraschen: Denn sie finden das Kind nicht in Jerusalem, dem damaligen Zentrum der politischen und religiösen Macht, sondern in einer einfachen Arme-Leute-Gegend. Den Messias entdecken sie nicht als privilegierten Herrscher im Palast, sondern als ganz normales Baby, in Windeln gewickelt.

Spätestens jetzt könnten sie frustriert oder resigniert aufgeben und ihre Mission für gescheitert erklären. Statt dessen öffnen sie sich erneut für das Wunder der Weihnacht: Sie entdecken das Außergewöhnliche im Alltäglichen und Unscheinbaren, das Große im Kleinen, den Gott und Retter der Welt im verwundbaren und ohnmächtigen Geschöpf. Die Weisen teilen, was sie haben. Sie bringen ihre Schätze dar: Das Gold ihrer königlichen Würde, den Weihrauch und die Myrrhe: alles, was sie reich, heil und heilig macht. Mit allem, was sie sind und haben, treten sie vor den Mensch gewordenen Gott.

Und sie lassen sich beschenken. Die Begegnung mit dem Mensch gewordenen Gott ist an sich ein Geschenk. Eine Gnade. Sie geschieht. Umsonst. Gratis. Das Geben und Nehmen. Das Dasein nach der gemeinsamen Suche und dem Fragen, das Ankommen und Verweilen, das Staunen, Innehalten und Schweigen. Und diese Begegnung verwandelt sie. Sie können nicht einfach denselben Weg zurückgehen.

2022 01 06 Dreikoenig Predigt02Vielmehr bleiben sie lernfähig und bereit sich zu verändern. Sie halten sich neue Wege offen. Somit beweisen sie, dass sie flexibel und handlungsfähig sind. Sie folgen nicht blind dem, was Herodes von ihnen verlangt. Sondern bleiben wachsam für ihren inneren Kompass, für ihre Träume und das Unbewusste. Das befähigt sie, die Gefahren, die von Herodes ausgehen, zu durchschauen und kurzfristig umzudisponieren. Sie trauen ihren neuen Einsichten und ändern ihre Pläne. So treten sie intuitiv einen anderen Heimweg an als sie ursprünglich geplant hatten.

Könnten die Sterndeuter nicht ein Vorbild sein für uns?
Könnten sie uns nicht den Weg der Weihnacht zeigen?
Wie Kirche wahrhaft katholisch sein kann?
Ein Zukunftshaus?
Einladend und offen, neugierig willkommen heißend, froh machend und integrativ, die Lebenswirklichkeit der Menschen bejahend?

Könnten wir uns nicht alle so ein Schild an unsere Kirchentüren hängen?
An die Klosterpforte oder gar daheim an unsere Haustüren?
Oder noch besser: Einfach leben, wozu das Schild uns einlädt und weihnachtliche Menschen werden?

Ohne die Spenden aus Deutschland könnte die Arbeit in den drei Einrichtungen der Oberzeller Schwestern in Südafrika nicht aufrecht erhalten werden: das Kinderheim St. Joseph und der Antonia-Werr-Kindergarten in Mbongolwane sowie die Holy Childhood Schule in Eshowe. Die Spenden im Jahr 2022 wurden direkt zum Wohl der Kinder eingesetzt. Für Kinderheim und Kindergarten in Mbongolwane wurden aufgrund der extrem gestiegenen Lebensmittelpreise insbesondere Nahrungsmittel gekauft, damit die Kinder gut versorgt sind. Für den Speisesaal von St. Joseph haben die Schwestern neue Tische und Stühle für die Kinder angeschafft, hinzu kamen Stahltische und Arbeitsplatten für die Küche. Dies hatte das zuständige Jugendamt des Department of Social Development (DSD) bei einer Inspektion gefordert.

Im Aufenthaltsraum stehen dank der Spenden aus Deutschland neue Sofas, die den Kindern mit weichen Kissen aus dem nahegelegenen Nähcenter die Nachmittage und Abende für Pausen zur Verfügung stehen. Außerdem wurde Kleidung angeschafft: Schuluniformen, Schuhe und für besondere Anlässe traditionelle Zulu-Kleider, die ebenfalls im lokalen Nähcenter produziert wurden. Nicht zuletzt wurde das Geld für Bettwäsche und Handtücher, Schreibutensilien, Hefte und Bücher ausgegeben.

2023 01 04 SA Siyabonga03Die Holy Childhood Schule konnte mit Hilfe der Spenden aus Deutschland Arbeits- und Schulbücher kaufen. Weiterhin wurden ein Zaun erneuert und ein Pflasterbelag verlegt. Außerdem konnte einigen bedürftigen Schüler*innen direkt und unkompliziert geholfen werden: Obwohl die Schulgebühren sehr gering sind, gibt es Familien, die die monatlichen Belastungen nicht stemmen können. Um diesen benachteiligten Kindern eine Chance auf Bildung zu ermöglichen, wurden ihre Schulgebühren mit Spendengeldern übernommen und ihnen zudem Arbeitsmittel sowie eine Uniform bezahlt. Seit Beginn der Corona-Pandemie musste die Schule zudem hohe Investitionen in sogenannte PPE-Ausstattung (Personal Protective Equipment) tätigen, um nach den Vorgaben des Department of Education offen bleiben zu können. Dazu gehören unter anderem Schutzkleidung, Handschuhe, Masken und Desinfektionsmittel. Auch mussten 2022 zusätzliche Tische angeschafft werden, damit die Kinder unter Einhaltung des Mindestabstands alleine sitzen können.

Anschaffungen für 2023

In Mbongolwane steht 2023 eine sehr große Anschaffung an, die vom Department of Social Development gefordert wird. Aufgrund mehrerer Brände in Kinder- und Seniorenheimen wurden die Sicherheitsvorschriften für den Brandschutz verschärft: ein neues Brandmeldesystem ist nötig. Rauchmelder müssen im Kinderheim, Kindergarten und Konvent eingebaut werden. Hinzu kommt eine Konstruktion, um Löschschläuche an zentralen Punkten außerhalb des Gebäudes zu befestigen und ein Anschluss, um die Schläuche im Notfall sofort mit Wasser befüllen zu können. Für das Kinderheim hilft die sogenannte DOK-Kleinbetragsförderung von 6.000 Euro. Der Konvent und der Kindergarten bleiben jedoch außen vor. Die Kosten belaufen sich auf 25.000 Euro: Ein riesiger Betrag, mit dem so kurzfristig niemand gerechnet hat.

Hinzu kommen die „üblichen“ Ausstattungsgegenstände, die regelmäßig erneuert werden müssen. Aktuell benötigt das Kinderheim 20 Bettgestelle für die Schlafsäle. Im Krankenzimmer ist ein neues Bett sowie ein Schrank für Medikamente nötig. Für die Kinder sollen individuelle Schließfächer angeschafft werden und in der Küche fehlt ein stabiler Vorratsschrank aus Metall. Für Freizeitaktivitäten wünschen sich die Kinder schon lange ein Trommel-Set für die traditionellen Zulu-Tänze, die sie hier lernen. Außerdem wurde das Trampolin auf dem Spielplatz von einem Sturm zerstört. 2023 müssen zudem wieder regelmäßig neue Kleidung, Schuluniformen, Schuhe und Schreibutensilien für die Schule gekauft werden

2023 01 04 SA Siyabonga02Die Kinder in Mbongolwane und Eshowe freuen sich über jede noch so kleine Spende und danken allen, die die kleinen Einrichtungen unterstützen – obwohl sie doch so weit weg in Südafrika sind! Vergelt ́s Gott!

Unsere Projekte vor Ort sind dringend auf Spenden angewiesen – Ihre Unterstützung kommt zu 100 Prozent dort an.

Spendenkonto: Kloster Oberzell
IBAN: DE68 7509 0300 0503 0180 08, Liga Bank Würzburg
Stichwort/Verwendungszweck: Kinderheim St. Joseph, Antonia-Werr-Kindergarten oder Holy Childhood School

Mehr Informationen über die Einrichtungen:
Gemeinschaft und Schule unter: www.holychildhood.co.za
und das Kinderheim unter www.stjoseph-cycc.

Für das Projekt "Frauenobdach Plus" hat die Deutsche Bahnstiftung 500 € gespendet. Kerstin Bürgel, Leistungsmanagerin (IFM) und Fachreferentin beim Bahnhofsmanagement Nordfranken, war zusätzlich auf Spendenakquise in ihrem Kolleg*innenkreis, sodass jede der Bewohnerinnen am Haugerring 9 noch einen Gutschein im Wert von 25 € erhält.

Wir sagen herzlichen Dank und Vergelt's Gott für diese tolle Unterstützung!

Aktion Mensch gewährt Zuschuss von 300.000 Euro für den Aufbau eines neuen Angebots
Bewohnerinnen schildern, wie sie im Ambulant Betreuten Wohnen im Haus Antonia Werr wieder in die Selbständigkeit finden

 

Sich akzeptieren und wieder Vertrauen können – anderen Menschen und sich selbst: Das wünschen sich die Frauen, die derzeit im Ambulant Betreuten Wohnen (ABW) des Wohnverbundes Berscheba in Würzburg leben. Es ist eine neue und besondere Form von ABW, weil es nicht nur sozialpädagogische Begleitung beinhaltet, sondern auch Wohnraum und eine Gemeinschaft mit anderen Bewohnerinnen anbietet. Das neue traumasensible Konzept, mit dem die Oberzeller Franziskanerinnen vor einem Jahr starteten, hat auch die Aktion Mensch überzeugt, weshalb die Organisation eine Förderung von 300.000 Euro zur Anschubfinanzierung bewilligt hat. Zum einjährigen Bestehen schildern die Bewohnerinnen selbst, wie ihnen das Ambulant Betreute Wohnen im Haus Antonia Werr dabei hilft, wieder in die Selbständigkeit zu finden.

Von ganzem Herzen gratulieren wir heute, am 24. Dezember 2022, unserer lieben Schwester Anna Bernhart zu ihrem 100. Geburtstag!

 

Ihr Geheimnis für ein langes Leben? Schwester Anna Bernhart lächelt. Sie würde es nicht als Geheimnis bezeichnen. „Keiner in meiner Familie wurde so alt“, sagt sie dann. „Vielleicht liegt es daran, dass ich körperlich immer hart arbeiten musste und dadurch viel Kraft hatte.“ Am 24. Dezember 2022 feiert die Oberzeller Franziskanerin ihren 100. Geburtstag.

Anna Bernhart kam an Heiligabend 1922 in Werlsberg im Sudetenland zur Welt und wuchs mit drei Geschwistern in einem strengen Elternhaus auf. Jeder musste im landwirtschaftlichen Betrieb anpacken. Ihr Vater starb bereits im Juni 1924, ihre Brüder waren im Krieg – für die junge Anna galt es umso mehr, ihrer Mutter beizustehen. Mit Kriegsende wurde auch die Familie Bernhart vertrieben, Anna landete mit ihrer Mutter letztlich auf einem Hof in Wiesenhagen bei Berlin, wo sie sechs Jahre schwer arbeiten mussten. Ihr Kraftspender auch damals schon: „Das tägliche Beten.“

Mit Ende 40 begann ein neuer Lebensabschnitt

1951 holte ihr Bruder sie zu sich nach Rothenfels im Landkreis Main-Spessart. Anna arbeitete unter anderem in einem Holzwerk in Hafenlohr, als Stationshilfe in Lohr oder verdiente sich etwas Geld mit Nähaufträgen. Zudem pflegte sie ihre Mutter. „Nach dem Tod meiner Mutter war ich auf der Suche nach etwas Neuem.“ So begann die damals 44-Jährige 1967 eine Ausbildung zur Altenpflegerin im Juliusspital in Würzburg und lernte dabei die Oberzeller Franziskanerinnen kennen. „Aber ich dachte, mit Ende 40 hätte ich keine Chance noch Ordensschwester zu werden“, verrät die 99-Jährige und schmunzelt. Doch die damalige Generaloberin stimmte zu, Anna trat im Oktober 1968 in die Kongregation ein und „ein neuer Lebensabschnitt in einem neuen Zuhause begann“. 1972 feierte Schwester Anna ihre ewige Profess.

Bis 1978 diente sie weiter als Altenpflegerin im Juliusspital und wurde dann ins Antoniushaus versetzt, das Alten- und Pflegeheim der Oberzeller Franziskanerinnen. Hier leitete sie eine eigene Station. „Die Krankenpflege habe ich sehr gemocht“, sagt sie und begründet damit, dass sie auch mit Erreichen des Rentenalters nicht damit aufhörte. Bis zu ihrem 95. Lebensjahr half sie tatkräftig im Antoniushaus mit. „Als ich das nicht mehr konnte, habe ich mit dem Lesen angefangen.“ Viele Romane haben ihr in den vergangenen Jahren Freude bereitet. Leider erschwert der graue Star inzwischen ihr geliebtes Hobby. Das Gotteslob und Psalmen liest sie aber immer noch. Auf die Frage nach weiteren Hobbies oder Leidenschaften sagt Schwester Anna trocken: „arbeiten“, zwinkert und ergänzt, dass für Hobbies in ihrem Leben eben nie wirklich Zeit war.

Dass nun ihr 100. Geburtstag ansteht, ist für Schwester Anna selbst kein besonderes Thema und sie möchte auch kein großes „Tamtam“ deswegen. Viel wichtiger als das Erreichen eines bestimmten Alters ist es ihr, weiterhin möglichst selbstständig zu bleiben. „Ich mache selbst mein Bett, gehe zum Essen, laufe in die Kapelle bewusst die Treppen mit meinem Stock.“ Außerdem sei die Geburt Christi ein weit größerer Anlass zu feiern, betont die Ordensfrau. Generaloberin Sr. Katharina Ganz wird es sich dennoch nicht nehmen lassen, mit der Jubilarin an deren Ehrentag gemeinsam zu Mittag zu essen. Die Küche wird extra an diesem Tag Sr. Annas Lieblingsspeise zubereiten: Da sie Klöße am liebsten isst, gibt es Semmelknödel mit Pilzragout. Mit ihren Verwandten wird Sr. Anna natürlich auch auf ihren runden Geburtstag anstoßen – aber, so ihr Wunsch: „erst nach den Feiertagen“.

Für Schwester Margit bedeutet Weihnachten die Hoffnung, im Leben immer wieder neu beginnen zu können, egal wie tief der Mensch auch fallen mag. Gott wird Mensch, um den Menschen mit Gott, mit seinen Mitmenschen und auch mit sich selbst zu versöhnen – so wird ein Neubeginn möglich. Sie betont, dass die Bedeutung der Kindheit Jesu nicht nur den Säugling in der Krippe umfasst. Es gehe nicht nur um eine Jesuskind-Verehrung, sondern darum, dass Gott Mensch wird, und dass jeder Mensch ein Gotteskind ist. ...

Vor kurzem hatte Sr. Margit Besuch von Alexandra Thätner vom Würzburger Sonntagsblatt und sprach mit ihr über die Bedeutung von Weihnachten. Hier geht es zum Artikel im Sonntagsblatt.

 

Da staunten die Kinder im Würzburger Stadtteil Versbach nicht schlecht, als am 6. Dezember der Nikolaus höchstpersönlich in den Garten und auf die Terrasse stapfte. Seit einigen Jahren besucht Matthias Hart, Generalökonom und Verwaltungsleiter im Kloster Oberzell, am Nikolaustag Versbacher Familien als Heiliger Nikolaus und sammelt dabei Spenden für Kinder in Südafrika. Über einen Aushang am Kindergarten informiert er die Familien über sein Angebot.

Treffen der Christians for Future und Umweltbewegten im Bistum Würzburg mit Bischof Franz Jung

Am Mittwoch, 07. Dezember 2022 trafen sich verschiedene Vertreter*innen im Engagement für Klimagerechtigkeit im Bistum Würzburg mit Bischof Franz Jung. Unter Ihnen war auch Sr. Beate Krug der Oberzeller Franziskanerinnen. Das Treffen war hervorgegangen aus einer Forderungskampagne der Christians for Future im September 2021. 

Die neue Staffel des Podcasts "Das elfte Gebot" startet mit Sr. Juliana Seelmann. Im Jahre 2019 gewährte Sr. Juliana zwei Geflüchteten Kirchenasyl. Die aus Nigeria stammenden Frauen sollten nach Italien in die Zwangsprostitution abgeschoben werden. Dafür wurde sie angeklagt und musste sich vor dem Amtsgericht Würzburg verantworten. Zwei Jahre zog sich der Prozess. Diesen Sommer folgte schließlich der Freispruch.

In der aktuellen Folge erzählt Sr. Juliana von dem jahrelangen Prozess, dem Gerichtsurteil, dem schwierigen Leben der Frauen im Kirchenasyl, aber warum sie nichts von alledem bereut. Seit Jahren begleitet sie Geflüchtete bei ihrem Integrationsprozess, leistet ihnen Beistand und unterstützt sie gemeinsam mit ihren Ordensschwestern, den Oberzeller Franziskanerinnen.

Freut euch auf eine Folge voller interessanter Impulse, kritischer Auseinandersetzung mit Flucht und Vertreibung sowie inspirierender Eindrücke einer Frau, die ihren Glauben vor Gericht rechtfertigen musste.

"Das Elfte Gebot" ist ein Podcast von Pfarrbriefservice.de.

Zum Podcast: DAS ELFTE GEBOT

Ein besonderer Tag bei den Mitschwestern in Südafrika: Vergangenes Wochenende hat Sr. Yolanda Fihlani ihre ewige Profess in der Pfarrei Mbongolwane gefeiert. Sr. Yolanda kommt aus der Pfarrei St. Anthony in Lusikisiki in der Diözese Kokstad. Generaloberin Sr. Katharina Ganz, die zur Zeit mit einer kleinen Delegation zu Besuch in Südafrika ist, nahm die Gelübde ab. Viele Gäste - auch aus der Heimatpfarrei von Sr. Yolanda - waren bei der feierlichen Zeremonie dabei. Sr. Yolanda ist gelernte Hotelfachfrau und arbeitet als Köchin in unserem Kinderheim in Mbongolwane.

Mit dabei in Südafrika ist auch Sr. Juliana, die uns ein paar Eindrücke geschickt hat.
"Siyabonga kakhulu", schreibt sie uns, "ein großer Dank bleibt uns am Ende dieses Tages."

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Die Oberzeller Franziskanerinnen gestalten ihre Zukunft. Die ersten Beschlüsse aus dem Außerordentlichen Generalkapitel im Juni 2022 sind umgesetzt. Warum die Gemeinschaft 2022 vor einem Neuanfang steht und was das mit der Ordensgründerin Antonia Werr zu tun hat, schildert Generaloberin Sr. Dr. Katharina Ganz in ihrem Leitartikel der aktuellen Ausgabe des Klostermagazins LUPE, das gerade frisch aus der Druckerei gekommen ist.

Die zweite Auflage ist da: Mit dem Buch "Frauen stören. Und ohne sie hat Kirche keine Zukunft" von Generaloberin Sr. Dr. Katharina Ganz geht der Echter-Verlag in die zweite Runde. Besonders freuen wir uns über die Rezension von Sr. Katharina Kluitmann, Provinzoberin der Franziskanerinnen von Lüdinghausen, die sich auch selbst für die Rolle der Frauen in der katholischen Kirche einsetzt und sich beim Synodalen Weg engagiert.

Sr. Katharina Ganz betont in ihrem Buch, dass die Kirche ihren unschätzbaren Beitrag für das Leben und Miteinander nur dann glaubhaft vermitteln kann, wenn ihre Strukturen, die Verteilung von Macht, der Umgang mit den eigenen Mitgliedern und Ressourcen dem Geist Jesu Christi entsprechen.

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