headeroberzell

Wenn Frauen über ihren Glauben sprechen, haben sie ein großes biblisches Vorbild in der Heiligen Maria Magdalena: Sie verkündete als erste die Auferstehung Jesu. Anlässlich ihres Festtages hat im Moritzsaal in Augsburg ein Expertinnengespräch mit Prof. Dr. Margit Eckholt (Universität Osnabrück), Dr. Christiane Florin (Deutschlandfunk) sowie Sr. Dr. Katharina Ganz (Generaloberin Kloster Oberzell) stattgefunden. Die Diskussion leitete Gerlinde Knoller (Journalistin).

„Der alte Brunnen spendet leise sein Wasser täglich gleicher Weise. Ich möchte diesem Brunnen gleichen: was in mir ist, stets weiterreichen. Doch geben, geben alle Tage, sag Brunnen: Wird das nicht zur Plage? Da sagt er mir als Jochgeselle: Ich bin doch Brunnen, nicht die Quelle. Mir strömt es zu, ich geb es weiter: Das macht mein Leben froh und heiter. So leb‘ ich nach des Brunnens Weise, schöpf täglich Kraft zur Lebensreise, und will beglückt stets weitergeben, was mir die Quelle schenkt zum Leben.“

Virginia wurde am 19. Dezember 1935 als ältestes von sechs Kindern geboren. Ihr Vater hatte deutsche Wurzeln. Die Familie lebte in Woodbridge, NJ und gehörte zur St. James Parish, wo Virginia die katholische Schule der barmherzigen Schwestern besuchte. So entstand wahrscheinlich ihr Wunsch, ins Ordensleben einzutreten. 

Die Artenvielfalt fördern – dazu kann jeder Einzelne beitragen. Wie das auch im eigenen Garten funktioniert, hat Dr. Lucia Jochner-Freitag aus Inzell bei einem Workshop auf dem Oberzeller Klostergelände gezeigt. Die Landschaftsökologin und Schöpfungspädagogin kam auf Einladung der Nachhaltigkeitsbeauftragten Sr. Beate Krug. Sie ging auch auf spirituelle Aspekte ein, da es ihr ein besonderes Anliegen ist, Natur- und Geisteswissenschaften nicht getrennt, sondern die Beziehung zu uns selbst, zur Natur und zum Schöpfer im Gesamten zu sehen.

 

Mit einer Summe von 500 Euro will die Akademische Damenverbindung Salia zu Würzburg die Arbeit der Oberzeller Franziskanerinnen im „Haus Antonia Werr“ unterstützen. Die Idee zur Spende kam nach einer Veranstaltung im Rahmen des Semesterprogramms, die von der youngcaritas, dem Jugendbereich des Caritasverbandes, organisiert wurde. Beim alternativen Stadtrundgang “Würzburg offside“ zum Thema Wohnungslosigkeit wurde auch das von den Ordensschwestern betriebene Haus für Frauen in Not thematisiert. Als studentische Damenverbindung hat sich die ADV Salia dem Prinzip der Humanitas, also dem caritativen Engagement, verschrieben - also wurde direkt beschlossen, bis Semesterende Geld für das Haus Antonia Werr zu sammeln.

Die Oberzeller Franziskanerinnen haben im Juliusspital tiefe Spuren hinterlassen – so lautet die Überschrift auf der Gedenktafel, die seit Freitag, 16. Juli, im Arkadengang des Juliusspitals zu sehen ist. Beim Stiftungsstag enthüllte Oberpflegamtsdirektor Walter Herberth zusammen mit Generaloberin Sr. Dr. Katharina Ganz das Andenken zu Ehren der Ordensfrauen, die hier seit 100 Jahren arbeiten.

Auf diesen Ruf hatte Sr. Gottlinde gewartet und sich danach gesehnt, von Gott heim geholt zu werden. Am Sonntag den 20. Juni, kurz nach Mitternacht, erfüllte sich diese Sehnsucht.

Sozialpädagogisch begleitetes Wohnangebot, Ambulant Betreutes Wohnen, Kurzzeitübernachtung/Notunterkunft – Frauen in Krisensituationen finden im Haus Antonia Werr im Würzburger Stadtteil Sanderau seit Jahrzehnten ganz individuelle Hilfe und Unterstützung. Doch die vielen Jahre gingen an dem Gebäude, das von den Oberzeller Franziskanerinnen betrieben wird, nicht spurlos vorüber. Seit November 2019 wird das Haus nun saniert. Im Spätherbst 2021 wollen die verschiedenen Abteilungen wieder einziehen, dann auch mit neuem Angebot: Denn neben den Apartments und kleinen Wohngemeinschaften für Frauen in Krisensituationen und den Betten für obdachlose Frauen, wird es dann auch Ambulant Betreutes Wohnen für Frauen mit psychischer Erkrankung geben.

2021 06 11 SrMarita SrPerpetua querAnja MayerSr. Marita und Sr. Perpetua leben als einzige Oberzeller Franziskanerinnen heute noch im Konvent am Juliusspital. Wer Schwester Marita auf dem Gelände des Juliusspitals begleitet, spürt sofort, dass die Oberzeller Franziskanerin hier zuhause ist. Ob Seniorenstift-Bewohner, Krankenschwestern, Patienten oder Gärtner – ein freundliches Wort wird mit jedem gewechselt. Seit 51 Jahren lebt Sr. Marita Gäbelein (74) im Konvent am Juliusspital, 42 Jahre arbeitete sie hier als Krankenschwester. Mit ihr in der Schwesternwohnung lebt heute nur noch Sr. Perpetua Mehling (73). Die beiden Ordensfrauen sind zwei von über 220 Oberzeller Franziskanerinnen, die seit 1921 im Würzburger Juliusspital dienten, am 1. Juli feiert der Konvent sein 100-jähriges Bestehen.

Einen Anlass zum Feiern gab es am 26. Juni 2021 in unserem Konvent in Südafrika: Sr. Maria Machi hat ihre ewige Profess abgelegt. Mit dabei waren Generaloberin Sr. Katharina Ganz und Generalrätin Sr. Juliana Seelmann, die zur Visitation in Südafrika sind.

Sr. Maria versprach feierlich Gehorsam, Armut und Ehelosigkeit. Sie will den Auftrag von Antonia Werr erfüllen und weitergeben. Die 25-Jährige absolviert in Südafrika eine Ausbildung zur Lehrerin und arbeitet bereits seit 2017 in der Holychildhood School in Eshowe.

 

We are very happy that on the 26th of June Sr. Maria Machi made her final vows in South Africa. She promised to live for the rest of her life in Obedience, Poverty and Celibacy, fulfilling our mission from Antonia Werr. She is actually trained to be a teacher and working already in the Holychildhood School.

Das Kloster Oberzell liegt im Herzen der EU: Seit dem Brexit ist der neue Mittelpunkt der Europäischen Union weniger als sechs Kilometer Luftlinie an das Kloster Oberzell herangerückt. Da liegt es nahe, dass das ARD-Morgenmagazin, das während der Fußball-Europameisterschaft aus Veitshöchheim und Gadheim sendet, auch eine Liveschalte aus dem Klostergelände macht. Der Sendewagen überträgt am Montag, 5. Juli, live aus Oberzell.

 Der WDR hat für das Morgenmagazin den Moderator Yared Dibaba engagiert. Neben den Sportreportagen zur Fußball-EM bringt er in Liveschalten den Fernsehzuschauern Kultur und Sehenswürdigkeiten aus dem Mittelpunkt der EU näher. In Oberzell nimmt er die Zuschauer unter anderem mit in den Kräutergarten des Klosters und spricht dort mit Apothekerin Katharina Mantel. Zweimal soll laut WDR von dem Gelände der Oberzeller Franziskanerinnen gesendet werden: um 7.20 und um 8.20 Uhr. Nicht verpassen!

Drei fränkische Ordensleute wurden kürzlich wegen ihres Einsatzes für bedrängte Menschen verurteilt. Michelle Becka reflektiert die ethische Problematik im Zwischenraum von Recht und Gerechtigkeit.

­