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Klöster sind vom Wortsinn her Orte, die von der Außenwelt mehr oder weniger abgeschlossen sind. Zu solchen Bereichen werden momentan viele Einrichtungen und Wohnungen durch verhängte Besuchs- oder Ausgehverbote. Wie Ordensleute sich täglich zum Gebet versammeln, verabreden sich nun Menschen zu einer bestimmten Uhrzeit, öffnen Fenster, entzünden Kerzen, singen, musizieren, beten oder klatschen Applaus für Menschen, die für Andere da sind. Wie im Kloster entstehen unabhängig von Blutsverwandtschaft neue Formen der Nachbarschaftshilfe.

In diesen Tagen besinnen sich viele Menschen in unserer Gesellschaft auf den Wert des Zusammenhaltens und der Solidarität. Die Folgen des Corona-Virus treffen auch die MISEREOR-Fastenaktion, da die Kollekte eine existenzielle Säule der MISEREOR-Projekt-Arbeit ist. Durch die Absage aller Gottesdienste entfällt somit auch diese wichtige Sammelaktion.

„Das ist, was eine Epidemie uns zeigt: wie verwundbar wir alle sind, wie abhängig von dem rücksichtsvollen Verhalten anderer, aber damit eben auch: wie wir durch gemeinsames Handeln uns schützen und gegenseitig stärken können.“ In ihrer Fernsehansprache vom 18. März hat Bundeskanzlerin Angela Merkel auf den Punkt gebracht, was wir derzeit weltweit erleben. Die Ausbreitung des neuartigen Virus, für den es auch drei Monate nach Ausbruch in China weder Impfstoff noch Therapie gibt, führt der Menschheit rund um den Globus vor Augen, „wie verwundbar wir alle sind“.

„Sr. Katharina, es geht immer näher zur Ewigkeit“! Mit diesem Satz begrüßte mich Sr. Isabella, als ich sie vor wenigen Wochen nach ihrem Sturz im Krankenhaus besuchte. Dabei strahlte sie eine große Freude, innere Ruhe und tiefe Gewissheit aus. „Immer näher zur Ewigkeit.“ In diesem festen Glauben hat Schwester Isabella gelebt und ist sie am 7. März während der Eucharistiefeier für uns überraschend gestorben.

Auflösung: Franziskanerinnen werden zurück ins Mutterhaus Oberzell bei Würzburg gerufen - Abschied am 22. November.

Das Projekt In&AuT bietet jedes Jahr im Sommer einigen Mädchen aus dem AWZ eine Auszeit in der Toskana. An einem sehr ruhigen Platz mitten in der Natur können sie ganz zur Ruhe kommen und sich auf sich selbst besinnen.

Die Mondschwester ist der fünfte Band aus der Reihe „Die sieben Schwestern“ von Lucinda Riley. Es ist nicht unbedingt nötig, sie in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Jedes Buch ist in sich abgeschlossen.

Nevin Ayhan hat ihre Prüfung als Köchin mit Bravour bestanden. Ihr Weg aus den Oberzeller Einrichtungen für Frauen war dabei keineswegs vorgezeichnet oder sicher.

Am 8. Februar, dem Gedenktag der Heiligen Josephine Bakhita (s.u.), feiert die römisch-katholische Kirche den Internationalen Tag des Gebets und der Reflexion gegen den Menschenhandel. Laut Schätzungen werden jährlich rund 35 Millionen Menschen weltweit Opfer von organisiertem Menschenhandel. Sie werden zur Zwangsarbeit und für den Organhandel ausgebeutet und vor allem Frauen und Kinder auch als Prostituierte. Verlässliche Zahlen gibt es aufgrund der hohen Dunkelziffer nicht, doch Schätzungen zufolge sind in Deutschland über 15.000 Menschen Opfer von Menschenhandel. Menschenhandel ist moderne Sklaverei und gilt weltweit als der am schnellsten wachsende Verbrechenszweig, da er lukrativer als Drogen- oder Waffenhandel ist.

Sie ist emanzipiert und kämpft für die Rechte der Frauen: Schwester Katharina Ganz, Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen, ist eine starke Frau. Dass sie als Ordensfrau in einem Kloster lebt, ist dabei für sie kein Widerspruch.

Bei der Nacht der offenen Kirchen in Würzburg am 2. Oktober 2019 präsentierte sich die Von-Pelhoven-Schule mit der Ausstellung „Hoffnungszeichen Antonia Werr und das Antonia-Werr-Zentrum“ (AWZ).

„Wo eine Tür sich schließt geht eine neue auf“ – Mädchen und junge Frauen, die Aufnahme in der Inobhutnahmegruppe finden, lassen ihr altes Leben hinter sich – um bereit zu werden für Neues.

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