headeroberzell

Sechs Jahre lang arbeitete Julia Scharnagl im Kinderheim der Oberzeller Schwestern in Südafrika. Anfang Juni kehrte sie mit ihrer Familie nach Deutschland zurück – alle drei halb Europäer, halb Afrikaner. Ehemann Daniel Scharnagl ist Journalist und Autor, er hat die Eindrücke und Erlebnisse nach der Rückkehr für uns festgehalten:

 

Als wir 2015 nach Südafrika aufbrachen, war die Welt noch eine andere: In Deutschland ahnte noch niemand etwas von einer Flüchtlingswelle, das Wort Brexit gab es nicht und Donald Trump war ein TV-Clown, den niemand ernst nahm. Auch von einem Corona-Virus, das die Welt über Jahre in Beschlag nehmen würde, wusste keiner etwas. Klar war nur, dass sich unser Leben verändern würde: Von der Münchner Innenstadt ins afrikanische Zululand, wo wir im Auftrag der Oberzeller Schwestern und der Entsendeorganisation AGIAMONDO im Kinderheim St. Joseph arbeiten würden.

Im neuen Heft der Grünen Schriftreihe der Missionszentrale der Franziskaner e.V. schreibt Sr. Dr. Katharina Ganz einen Beitrag zum Thema Geschwisterlichkeit und soziale Freundschaft.

In ihrem Artikel beleuchtet sie das „Gerichtsurteil nach Gewährung von Kirchenasyl für zwei Frauen aus Nigeria“ und sieht darin einen Praxistest für die Sozialenzyklika Fratelli tutti von Papst Franziskus.

Sie wollte als Missionarin ins Ausland gehen. Das wusste Schwester Rosa Drescher (86) schon als Jugendliche. Woher dieser Wunsch kam, kann sie heute nicht mehr erklären. Aber sie spürt noch immer, wie wichtig ihr das war. Sie hat sich ihren Wunsch erfüllt. 1951 trat sie der Ordensgemeinschaft der Oberzeller Franziskanerinnen bei und folgte 1961 dem Ruf ins Ausland. Stolze 60 Jahre lebte sie in Südafrika. Anfang Juli kam die 86-Jährige zurück nach Deutschland, um ihren Lebensabend bei ihren Mitschwestern im Antoniushaus des Klosters Oberzell zu verbringen.

Bei den Franziskanerinnen in Oberzell geht das Wissen um Heilpflanzen, Tees und Salben nicht verloren.

Im Juni stand die Oberzeller Franziskanerin Juliana Seelmann noch vor Gericht, weil sie zwei geflüchteten Frauen aus Nigeria Kirchenasyl gewährte. Ihr Engagement für geflüchtete Menschen wird nun mit dem Würzburger Friedenspreis ausgezeichnet, der mit 3000 Euro dotiert ist. Die Verleihung soll am 10. Oktober in Würzburg stattfinden.

Eine bunte franziskanische Truppe aus verschiedensten Gemeinschaften und Interessierten kam zusammen, um sich mit dem Thema „Unsere Zukunft: Einfach leben?!“ zu beschäftigen. Vorträge und Workshops zeigten auf, wie ein nachhaltiger Lebensstil gelingen kann. In Praxisbeispielen wurde klar, wie das Credo „Ich – sofort – alles“ in die Erfahrung „Wir – nachhaltig – einfach“ überführt werden kann.

"Keine Abschiebungen nach Afghanistan" - diesen Appell habe ich gerne mit meiner Unterschrift unterstützt und hoffe sehr, dass er von Politiker*innen gehört wird.

Die Montessori Fachoberschule Würzburg ist vom Berliner Ring auf das Gelände des Klosters Oberzell gezogen. Die neuen Räumlichkeiten sind nun offiziell eingeweiht worden.

Durch die großen Fenster des Pausenraums scheint die Sonne, vereinzelt zwitschert ein Vogel, während Schwester Katharina Ganz die Anwesenden begrüßt. Die Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen freut sich, gemeinsam mit dem Trägerverein Montessori Würzburg die neuen Räumlichkeiten der Montessori Fachoberschule offiziell einweihen zu dürfen.

Wenn Frauen über ihren Glauben sprechen, haben sie ein großes biblisches Vorbild in der Heiligen Maria Magdalena: Sie verkündete als erste die Auferstehung Jesu. Anlässlich ihres Festtages hat im Moritzsaal in Augsburg ein Expertinnengespräch mit Prof. Dr. Margit Eckholt (Universität Osnabrück), Dr. Christiane Florin (Deutschlandfunk) sowie Sr. Dr. Katharina Ganz (Generaloberin Kloster Oberzell) stattgefunden. Die Diskussion leitete Gerlinde Knoller (Journalistin).

Virginia wurde am 19. Dezember 1935 als ältestes von sechs Kindern geboren. Ihr Vater hatte deutsche Wurzeln. Die Familie lebte in Woodbridge, NJ und gehörte zur St. James Parish, wo Virginia die katholische Schule der barmherzigen Schwestern besuchte. So entstand wahrscheinlich ihr Wunsch, ins Ordensleben einzutreten. 

Die Artenvielfalt fördern – dazu kann jeder Einzelne beitragen. Wie das auch im eigenen Garten funktioniert, hat Dr. Lucia Jochner-Freitag aus Inzell bei einem Workshop auf dem Oberzeller Klostergelände gezeigt. Die Landschaftsökologin und Schöpfungspädagogin kam auf Einladung der Nachhaltigkeitsbeauftragten Sr. Beate Krug. Sie ging auch auf spirituelle Aspekte ein, da es ihr ein besonderes Anliegen ist, Natur- und Geisteswissenschaften nicht getrennt, sondern die Beziehung zu uns selbst, zur Natur und zum Schöpfer im Gesamten zu sehen.

 

Mit einer Summe von 500 Euro will die Akademische Damenverbindung Salia zu Würzburg die Arbeit der Oberzeller Franziskanerinnen im „Haus Antonia Werr“ unterstützen. Die Idee zur Spende kam nach einer Veranstaltung im Rahmen des Semesterprogramms, die von der youngcaritas, dem Jugendbereich des Caritasverbandes, organisiert wurde. Beim alternativen Stadtrundgang “Würzburg offside“ zum Thema Wohnungslosigkeit wurde auch das von den Ordensschwestern betriebene Haus für Frauen in Not thematisiert. Als studentische Damenverbindung hat sich die ADV Salia dem Prinzip der Humanitas, also dem caritativen Engagement, verschrieben - also wurde direkt beschlossen, bis Semesterende Geld für das Haus Antonia Werr zu sammeln.

­