Der Fahrtwind streicht durch die Haare, das Wasser glitzert in der Sonne, und an den Ufern ziehen Weinberge und kleine Ortschaften gemächlich vorbei. Es wird erzählt, gelacht und die Aussicht genossen. Für die Bewohnerinnen des Antoniushauses sind es genau diese Momente, die den jährlichen Ausflug zu etwas ganz Besonderem machen.
Einmal im Jahr heißt es für das Pflegeheim der Oberzeller Franziskanerinnen: raus aus dem Alltag und gemeinsam einen besonderen Tag erleben. Bis es so weit ist, braucht es allerdings eine sorgfältige Vorbereitung. Wer benötigt einen Rollstuhl oder Rollator? Wer kann im Bus umgesetzt werden? Welche Medikamente müssen mit? Was ist im Notfall zu beachten? Auch in diesem Jahr wurde der Ausflug mit viel Umsicht geplant, damit alle unbeschwert teilnehmen konnten.
Mit einem barrierefreien Reisebus der Firma Hock machte sich die Gruppe auf den Weg nach Nordheim am Main. Bewohnerinnen, Fachkräfte, Angehörige, Ehrenamtliche und Schwestern aus dem Mutterhaus und dem Konvent Padua waren dabei – eine stattliche Reisegesellschaft von mehr als 50 Personen, die sich auf einen abwechslungsreichen Tag freute.
Erstes Ziel war das Bistro des Weinguts Ernst Molitor. Der Winzer und seine Frau Anita hießen die Gäste persönlich willkommen und sorgten mit großer Herzlichkeit dafür, dass es an nichts fehlte. Frisch gegrillte Bratwürste, Pommes und Eier-Spargelsalat stärkten die Ausflugsgruppe, anschließend konnten Eis oder eine Kaffeespezialität genossen werden. Natürlich durfte auch eine Weinprobe nicht fehlen: Die Gastgeber schenkten ihre Weine selbst aus und erzählten Wissenswertes über ihre Arbeit.
Gut gestärkt ging es anschließend weiter zur Schiffsanlegestelle in Nordheim. Während der Fahrt auf dem Main zeigte sich Franken von seiner schönsten Seite. Weinberge, das ruhige Wasser und eine angenehme Brise sorgten für echtes Urlaubsgefühl. Es wurde geplaudert, gelacht und die gemeinsame Zeit genossen – fernab des gewohnten Alltags.
Solche Ausflüge sind weit mehr als nur ein Tapetenwechsel. Sie schaffen gemeinsame Erinnerungen, schenken neue Eindrücke und bereichern das Miteinander – nicht nur für die Bewohnerinnen, sondern auch für alle, die sie begleiten.
Ein besonderer Dank gilt allen, die diesen Tag vorbereitet, begleitet und unterstützt haben. Aufgrund guter Planung und vieler helfender Hände konnten alle ein paar Stunden den Alltag hinter sich lassen und die gemeinsame Zeit genießen.
Hier einige Einblicke des Tages (Fotos: Helmuth Weber)
































