
Im Alten- und Pflegeheim Antoniushaus beginnt die schönste Zeit des Jahres mit dem Öffnen der ersten Tür am Adventskalender. Hinter diesem Türchen verbirgt sich nicht nur eine kleine Überraschung für eine der Bewohnerinnen, sondern es symbolisiert auch den Auftakt einer Zeit voller liebevoller Aktionen rund um Advent und Weihnachten.
Absolutes Highlight war dieses Jahr der Ausflug auf den Würzburger Weihnachtsmarkt in der Stadt: Mit Unterstützung des Arbeiter-Samariter-Bundes begleitete das Antoniushaus-Team eine kleine Gruppe der Bewohnerinnen. Die Eins-zu-eins-Betreuung ermöglichte es den Frauen, die besondere Stimmung in der Würzburger Innenstadt zu genießen. Es war genug Zeit kleine Geschenke zu kaufen und Leckereien an den Ständen zu probieren. Die Fahrt mit der Gondel war für die Mobilen unter den Bewohnerinnen ein wunderschönes Erlebnis!
Weihnachtsmarkt im Hausflur
Weil ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt für viele nicht möglich ist, brachte das Team den Markt mitten ins Haus. An einem der Adventswochenenden verwandelten sich Gänge und Gemeinschaftsräume in eine festlich geschmückte Flaniermeile. An kleinen Ständen gab es selbstgebackene Waffeln, Kaffee, Eierpunsch und Gebäck. Zum Abschluss sangen alle gemeinsam Advents- und Weihnachtslieder.
Nikolaus im Haus
Der heilige Nikolaus kommt auch ins Oberzeller Pflegeheim. Im festlich dekorierten Saal warten die Bewohnerinnen gemeinsam auf den Besuch und vertreiben sich die Wartezeit mit Liedern. Nachdem auch die Geschichte des Bischofs erzählt wurde, tritt der Nikolaus durch die Tür, verteilt kleine Geschenke und erfüllt den Raum mit herzlicher Wärme. Der Engel, der ihn begleitet, trägt für jede Bewohnerin ein persönlich gereimtes Gedicht vor – ein berührender Moment, der oft ein dankbares Lächeln in die Gesichter zaubert. Mit einem gemeinsamen Abendessen klingt der Nikolaustag festlich aus.
Musik, Geschichten und Geschenke
Musikalisch bereichern jedes Jahr die Gruppe „Longhard and Friends“ sowie der Waldbrunner Nachtwächter und seine Frau die Adventszeit. In der Hauskapelle erklingt Musik, Weihnachtsgeschichten sind zu hören und es werden liebevoll handgefertigte kleine Geschenke verteilt. Auch Chöre oder Musiker:innen der Musikhochschule kommen ins Antoniushaus und mit ihnen Kunst und Kultur. Kurz vor Weihnachten entführt die Märchenerzählerin Helena Borchert die Zuhörer:innen auf sprachlich-musikalische Winterreisen voller Zauber.
Singen und Schmücken
Wöchentlich lädt die Ehrenamtliche Christine Reitmeier zum gemeinsamen Singen ein. Gerade in der Adventszeit wecken die vertrauten Lieder schöne Erinnerungen. Beim Schmücken des Adventskranzes oder des Weihnachtsbaums helfen alle mit. Ein besonderes Element ist dabei die wachsende Krippe von Sr. Margot Schmitt: Sie wird nach und nach um eine neue Figur oder Szene ergänzt – bis am Heiligen Abend das Jesuskind in der mit Stroh gefüllten Krippe liegt.
Plätzchenduft und Bastelfreude
Gemeinsames Plätzchenbacken darf natürlich nicht fehlen. Selbst wer nicht mehr aktiv mitmacht, genießt den Duft von Vanillekipferl und Butterplätzchen und die heimelige Atmosphäre. Die frisch gebackenen Köstlichkeiten werden an den Adventssonntagen verteilt – und das Rollen und Verzieren der Plätzchen fördert nebenbei noch die Motorik. Auch gebastelt wird gemeinsam. Mitschwestern leiten die Bewohnerinnen an, kunstvolle Sterne aus Stroh oder Papier zu gestalten. Mit viel Liebe und Handwerkskunst entstehen so zauberhafte Dekorationen.
Koordinatorin Monja Birk und Pflegedienstleiterin Simone Bönsch, die die Aktivitäten seit Jahren gemeinsam mit dem Betreuungs- und Pflegeteam liebevoll organisieren, bringen es gleichermaßen auf den Punkt: „Uns ist wichtig, dass sich unsere Bewohnerinnen wohlfühlen. Was zählt, ist der Moment, wenn sie zufrieden und glücklich sind und ihre Augen strahlen.“
Impressionen des Weihnachtsmarktbesuchs und der Nikolausfeier




























