
Mit dem Gedicht „Immer näher“ von Andreas Knapp über Franz von Assisi begrüßte Generaloberin Sr. Juliana Seelmann am vergangenen Sonntag rund 120 Ordensleute aus dem Bistum Würzburg im Kloster Oberzell. Gemeinsam feierten sie mit Bischof Dr. Franz Jung den Tag des geweihten Lebens. Die Ordensreferent:innen Paul Weismantel (OSF) und Sr. Johanna Ankenbauer (OSU) hatten den Begegnungstag vorbereitet.
Nach anregenden Gesprächen bei Kaffee und Kuchen in den Oberzeller Refektorien folgte ein Vortrag von Sr. Dr. Katharina Ganz. Unter dem Leitwort „Geh in meinen Spuren, bis sie ganz die deinen sind“ stellte die frühere Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen den heiligen Franziskus ins Zentrum, dessen 800. Todestag in diesem Jahr begangen wird. Sie beschrieb ihn als „gottvernarrt, armutsverliebt und gemeinschaftserprobt“ und zeigte in eindrücklichen Bildern, wie Franziskus’ radikale Umkehr und sein Vertrauen auf Gottes Führung zu einem befreiten, solidarischen Leben führten. Armut verstand er dabei nicht als Mangel, sondern als Einladung zu Freiheit und Geschwisterlichkeit. In Kleingruppen wurde das Thema anschließend im „Gespräch im Geiste“ vertieft – eine Methode geistlicher Unterscheidung, die auf gegenseitigem Hören beruht.
Den Abschluss des Tages bildete die gemeinsame Vesper in der Klosterkirche. In seinem geistlichen Impuls hob Bischof Dr. Franz Jung das Loslassen als zentrales Motiv des Evangeliums von der Darstellung des Herrn (Lk 2,22–40) hervor. Dieses Loslassen, so der Bischof, zeige sich in verschiedenen Lebensaltern – beim Jesuskind, bei Maria sowie bei Simeon und Hanna. Es sei ein Ausdruck tiefen Vertrauens.
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