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"Keine Abschiebungen nach Afghanistan" - diesen Appell habe ich gerne mit meiner Unterschrift unterstützt und hoffe sehr, dass er von Politiker*innen gehört wird.

Seit vielen Jahren erzählen Geflüchtete aus Afghanistan von unhaltbaren Zuständen in ihrer Heimat, von willkürlicher Gewalt, Terror und Verfolgung. Viele leben "geduldet" hier in Deutschland, haben nach Jahren immer noch keinen gesicherten Aufenthalt, sie haben Deutsch gelernt, gearbeitet (wenn sie die Erlaubnis dazu erhielten!) und versucht, sich zu intigrieren. Und dennoch haben sie keine Aufenthaltserlaubnis erhalten.

Ein Mann Ende Dreißig sagte kürzlich zu mir "Meine Kinder in Afghanistan kennen mich kaum noch und bitten mich immer wieder, dass ich zurückkommen soll. Meine Frau dagegen flecht mich an, in Deutschland zu bleiben, weil sie - wie ich - genau weiß, was nach meiner Rückkehr passieren würde. Die Taliban würde mich holen, so wie meinen Bruder." Die Sehnsucht nach seiner Familie und die Sehnsucht, endlich an einem sicheren Ort bleiben zu dürfen, zu leben und vielleicht irgendwann sogar die Familie nachzuholen, zerreißt viele Geflüchtete innerlich.

Afghanistan ist nicht sicher - mit Beendigung des Militäreinsatzes der NATO noch weniger - daher ist ein sofortiger Abschiebestopp dringend nötig. 

Sr. Juliana Seelmann

Hier finden Sie das Plakat.

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