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Bewegendes Jahr mit Generalkapitel geht zu Ende – Zwei Schwestern legten Ewige Profess ab – Sechs Schwestern zu Gott heimgerufen.

Zell a. Main/ Kloster Oberzell. Nur alle sechs Jahre tagt das oberste beschlussfassende Gremium der Dienerinnen der heiligen Kindheit Jesu: Die erste Jahreshälfte war daher wesentlich geprägt von den Vorbereitungen und der Durchführung des Generalkapitels. Das Kapitelsthema „Im Glauben gemeinsam unterwegs“ prägte auch die Rückschau auf das Leben der Professjubilarinnen oder konnte bei der gemeinsamen Assisifahrt auf den Spurenvon Franz und Klara erlebt werden.

Ewige Profess
Schwester Beate Krug legte am 25. Mai in der Klosterkirche Sankt Michael in Oberzell ihre Ewige Profess ab. In der Region der heiligen Clara in Südafrika band sich Schwester Thomas Maduna am 30. November in ihrer Heimatpfarrei in einem bewegenden Gottesdienst auf Lebenszeit an den Orden.

Professjubiläen
Am 4. Mai haben die Schwestern Lydia Kern, Martha Lamprecht, Perpetua Mehling und Reingard Memmel ihr goldenes Professjubiläum gefeiert. Ebenfalls versprachen die Schwestern Antonia Cooper, Lucia Murtaugh und Veronica Simpson aus der Region der Heiligen Familie (USA) vor 50 Jahren für die Zeit ihres Lebens Armut, Keuschheit und Gehorsam. Sie feierten ihr Jubiläum am 7. September in der Pfarrkirche von North Plainfield. 

Die Schwestern Dolores Engelhardt, Hyazintha Jäger, Kleopha Böhm und Vinzentine Ebenhöch haben am 11. Mai ihr eisernes Professjubiläum gefeiert. Am selben Tag blickten Schwester Brunhilde Zuber, Schwester Florina Seitz, Schwester Justilla Weiß, Schwester Lucentia Fößel, Schwester Reinharda Fabinger und Schwester Birgitt Loch auf 60 Jahre Ordenszugehörigkeit zurück.

Generalkapitel
Von 10. bis 22. Juni hat das 28. Generalkapitel getagt. Während dieser Zeit hatten sich die 23 gewählten Vertreterinnen aus Deutschland, Südafrika und den USA sowie fünf Beobachterinnen aus den Reihen der jüngsten Schwestern zu ihren Beratungen zurückgezogen. Das Thema des Kapitels lautete „Weg. Wahrheit. Leben. Im Glauben gemeinsam unterwegs“. Die Schwestern befassten sich mit gesellschaftlich und kirchenpolitisch aktuellen Themen und formulierten eigene Positionen. Schwester Katharina Ganz wurde für eine weitere Amtszeit von sechs Jahren gewählt und somit als Generaloberin in ihrem Dienst bestätigt.

Fahrt nach Assisi
Nach Ende des Generalkapitels machten sich 13 Schwestern aus Südafrika, den USA und Deutschland gemeinsam auf den Weg nach Assisi (Italien). Die Oberzeller Franziskanerinnen wandelten auf den Spuren ihrer Vorbilder, des heiligen Franziskus und der heiligen Klara und waren dem Kapitelsthema entsprechend, im Glauben gemeinsam unterwegs. Sie spürten dem Ort nach, an dem Franziskus geboren wurde, wo er mit seinen Brüdern gelebt und gewirkt hatte und wie radikal Franziskus sein Leben in der Nachfolge Jesu, in Armut und Demut gelebt hat.

Säkularisation
Schwester Birgit Scheder hatte im November 2018 schriftlich um den Austritt aus der Kongregation der Dienerinnender heiligen Kindheit Jesu gebeten. Am 15. März unterschrieb sie das Indult zur Entbindung von ihren Ewigen Gelübden. Sie schied damit aus der Gemeinschaft aus.

Verstorbene
Sechs Schwestern wurden in diesem Jahr zu Gott heimgerufen. Am 2. März verstarb Schwester Rutilia Ertl im Alter von 82 Jahren, am 3. März Schwester Hermingard Lecherbauer (84), am 4.Mai Schwester Felizia Keller (81), am 27. Mai Schwester Siegfrieda Nöth (77), am 14. August Schwester Revocata Müller (83) und am 5. November Schwester Ragenfrieda Körber (91). Mögen sie bei Gott in Frieden ruhen!

Theresa Ehler

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