Wirtschaftliche Hausleiterin Karina Neumann über die besondere Atmosphäre im Haus Klara
Man würde vermutlich nicht erwarten, wie vielseitig und unvorhersehbar meine Arbeit ist. An einem Tag unterstütze ich Mitarbeitende, begrüße Tagungsgäste und bespreche das Programm einer Veranstaltung. Gleichzeitig spielt die besondere Atmosphäre des Klosters eine wichtige Rolle – wir bieten nicht nur Übernachtungen und Seminarräume, sondern einen Ort, an dem Menschen zur Ruhe kommen und neue Perspektiven finden können. Die Arbeit lebt von Begegnungen und davon, jeden Tag auf neue Situationen flexibel zu reagieren.
Das ist genau diese Kombination aus Begegnungen und Stille. Hier treffen Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen zusammen. Gleichzeitig bietet das Kloster einen geschützten Raum, in dem man zur Ruhe kommen, nachdenken und Kraft schöpfen kann. Diese besondere Atmosphäre spüren viele Gäste.
Wir sorgen im Hintergrund dafür, dass alles reibungslos funktioniert. Wir koordinieren Zimmerbelegungen, planen Tagungsräume, organisieren die Verpflegung, reagieren auf kurzfristige Änderungen, stimmen technische Anforderungen ab und lösen kleine und größere Probleme, bevor sie für die Gäste sichtbar werden. Wenn Gäste sich ganz auf ihre Veranstaltung konzentrieren können und sich willkommen fühlen, haben wir unsere Arbeit gut gemacht.
Wir erleben, dass unser Haus heute stärker denn je ein Ort der Begegnung ist. Neben Seminaren und Tagungen suchen viele Menschen bewusst Orte, an denen sie auch mal zur Ruhe kommen können. Unser Haus ist offener und vielseitiger geworden und bietet Raum für ganz unterschiedliche Gruppen und Veranstaltungen. Geblieben sind unsere Werte: Gastfreundschaft, Verlässlichkeit und die besondere Atmosphäre eines Hauses mit klösterlichen Wurzeln.
Ich begegne ihrem Geist dort, wo wir Gastfreundschaft leben, Menschen mit Respekt begegnen und nicht nur ihre Anliegen, sondern auch den Menschen dahinter sehen. Wenn wir versuchen, einen Ort zu schaffen, an dem sich Menschen angenommen fühlen und neue Kraft schöpfen können, dann wird etwas von ihrem Anliegen lebendig.
Mich beschäftigen besonders drei Themen: Der steigende organisatorische Aufwand und die Frage, wie wir unser Haus zukunftsfähig weiterentwickeln können. Dabei möchten wir offen für Neues bleiben und gleichzeitig den besonderen Charakter unseres Hauses bewahren und die Werte unseres klösterlichen Hintergrunds spürbar machen.
Besonders in Erinnerung bleiben mir die Momente, in denen unser Team gemeinsam eine Herausforderung meistert. Wenn kurzfristig etwas Unvorhergesehenes passiert und am Ende trotzdem alles gelingt und die Gäste davon gar nichts bemerken, dann bin ich stolz auf das, was wir gemeinsam leisten.