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Die Aktion Mensch unterstützt die Arbeit der Oberzeller Franziskanerinnen mit 9.000 Euro im Haus Antonia Werr in der Würzburger Sanderau, das seit Ende 2019 generalsaniert wird. In der Einrichtung leben Frauen, die aufgrund schwieriger Lebensumstände oder psychischer Erkrankung Unterstützung benötigen. Sozialpädagoginnen helfen bei der Existenzsicherung, der Suche nach neuen Lebenskonzepten, der Neuausrichtung und vielem mehr.

Das Finden einer Arbeitsstelle oder einer eigenen Wohnung sind wichtige Schritte, um zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu finden. Wohnungs- und Jobsuche erfolgen heute vorrangig digital, so dass ein Zugang zu entsprechenden Medien unumgänglich ist. Indem den Bewohnerinnen W-Lan und ein Arbeitsplatz mit Laptop und Drucker zur Verfügung gestellt wird, können sie mit oder ohne Anleitung recherchieren, Anträge bei Behörden stellen und Bewerbungen bei Wohnungs- und Arbeitsplatzsuche schreiben. Für viele Frauen bedarf es zunächst einer individuellen Schulung im Umgang mit den Geräten, Datenschutzbestimmungen, entsprechenden Plattformen, etc.

Teilhabe, Inklusion und Chancengleichheit sind wichtige Ziele von Aktion Mensch e.V. Menschen sollen in der Gesellschaft auf Augenhöhe zusammenleben und jeder soll nach seinen individuellen Möglichkeiten selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. „Mit dem Angebot für unsere Frauen werden diese Ziele erreicht“, freut sich Karola Herbert, Leiterin des Hauses Antonia Werr. „Wenn wir im Spätherbst wieder in das Gebäude einziehen können, wird die entsprechende Infrastruktur in Form von Routern und Geräten bereit stehen.“

Hintergrund: Generalsanierung HAW
Rund fünf Millionen Euro fließen in die Generalsanierung, damit das Gebäude aus den 1970er Jahren aktuelle technische Vorgaben (Brandschutz, Energiebilanz etc.) erfüllt und sich die Wohnsituation der Bewohnerinnen verbessert. Auch wenn für die Investitionskosten Zuschüsse von der Bayerischen Landesstiftung, der Aktion Mensch und der Stiftung Wohnhilfe in Bonn gewährt werden, muss doch der Großteil der Kosten von den Oberzeller Franziskanerinnen übernommen werden. Die HypoVereinsbank unterstützt die Oberzeller Franziskanerinnen mit einem wirkungsorientierten Kredit (Social Impact Financing) in Kombination mit einem KfW-Darlehen. Für die Einrichtung des Gebäudes ist man jedoch auf Spenden angewiesen. Diverse Vereine, Clubs, Stiftungen, Einzelpersonen und auch ein ortsansässiges Unternehmen sind bereits dem Spendenaufruf nachgekommen.

Hintergrund: Aktion Mensch e.V.
Die Aktion Mensch e.V. ist die größte private Förderorganisation im sozialen Bereich in Deutschland. Seit ihrer Gründung im Jahr 1964 hat sie mehr als 3,5 Milliarden Euro an soziale Projekte weitergegeben. Ziel der Aktion Mensch ist, die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung, Kindern und Jugendlichen zu verbessern und das selbstverständliche Miteinander in der Gesellschaft zu fördern. Mit den Einnahmen aus ihrer Lotterie unterstützt die Aktion Mensch jeden Monat bis zu 1.000 Projekte. Möglich machen dies rund 4,6 Millionen Loskäufer. Zu den Mitgliedern gehören: ZDF, Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie, Paritätischer Gesamtverband und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland www.aktion-mensch.de

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