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Die Kongregation der Oberzeller Franziskanerinnen ist Mitunterzeichnerin der Initiative “Neues Wirtschaftswunder, die sich im Rahmen des Hackathons #WirVsVirus der Bundesregierung im März 2020 gegründet hat und sich mit der Frage beschäftigt: Wie kann eine wirtschaftliche, sozial-ökologische Transformation nach der Corona-Krise gelingen?

Papst Franziskus weist in seiner Umwelt- und Sozialenzyklika Laudato Si', deren Erscheinen sich am 24. Mai 2020 zum fünften Mal gejährt hat, auf den Zusammenhang von Umwelt und Gesellschaft hin. Er schreibt: "Es gibt nicht zwei Krisen nebeneinander, eine der Umwelt und eine der Gesellschaft, sondern eine einzige und komplexe sozio-ökologische Krise. Die Wege zur Lösung erfordern einen ganzheitlichen Zugang, um die Armut zu bekämpfen, den Ausgeschlossenen ihre Würde zurückzugeben und sich zugleich um die Natur zu kümmern." [LS 139]

Diesen ganzheitlichen Zugang sehen wir Oberzeller Franziskanerinnen unter anderem in der sozial-ökologischen Transformation unseres Wirtschaftssystems. Sehr gerne haben wir den offenen Brief an die Bundesregierung unterstützt und freuen uns, dass parallel eine Bundestagspetition gestartet wurde. Zukünftige Konjunkturpakete sollen konsequent anhand nachhaltiger, sozial-ökologischer Leitlinien ausgerichtet sein, um die nachhaltige Transformation der Wirtschaft zu ermöglichen.

Selbst Wirtschaft und Industrie machen sich für klare Ziele bei der Vergabe von Konjunkturhilfen stark. Lars P. Feld, der Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (die sogenannten „Wirtschaftsweisen“), schlägt öffentliche Investitionen in den zukunftsträchtigen Bereichen Digitalisierung und Klimaschutz (z.B. energetische Gebäudesanierung) vor. Dieter Kempf, der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), fordert ein „Klima-Konjunkturpaket“ zur Förderung langfristiger Investitionen in umweltfreundliche Technologien.

Wer dieses Anliegen gemeinsam mit über 160 Organisationen und Unternehmen unterstützen möchte, kann dies noch bis zum 3. Juni hier tun: Bundestagspetition (Nr. 110043)

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