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Die Oberzeller Franziskanerinnen haben sich am Katholikentag 2022 in Stuttgart beteiligt, der unter dem Motto „Leben teilen“ stand. Das Leben zu teilen ist einer der wichtigsten Grundlagen für franziskanische Gemeinschaften. Franziskus und Klara von Assisi haben in der Schöpfung stets Gottes Hand gesehen und alles Geschaffene als Schwestern und Brüder benannt. Vom 25. bis 29. Mai waren Generaloberin Sr. Dr. Katharina Ganz sowie Sr. Beate Krug und Sr. Juliana Seelmann vor Ort in Stuttgart. Sie wirkten mit bei Podiumsdiskussionen, Lesungen sowie Workshops und waren am Stand der franziskanischen Netzwerkinitiative clara.francesco vertreten.

Sie haben uns einige Eindrücke mitgebracht.

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Bereits Ende April hatten Bewohnerinnen des Antoniushauses (das Pflegeheim der Oberzeller Franziskanerinnen) Friedenstauben für den Katholikentag gebastelt. Die Initiative clara.francesco hatte dazu aufgerufen. Die Papierwerke wurden als Zeichen des Friedens und der Solidarität am Stand auf dem Katholikentag aufgehängt. Auf den Tauben stehen neben den Namen derer, die sie gebastelt haben, auch Namen von Geflüchteten und Vertriebenen oder Friedens-Fürbitten. Diese wurden in den Gebetszeiten vorgelesen und Standbesucher*innen zum weiteren Beten mitgegeben.

 

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Am Donnerstag beteiligte sich Sr. Katharina an der Podiumsdiskussion zum Thema „So engagiert wie umstritten: Ordensleute gewähren Kirchenasyl“.

Mit auf dem Podium waren Pater Dieter Müller vom Jesuiten-Flüchtlingsdienst Nürnberg, Ursula Gräfin Praschma, Vizepräsidentin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Nürnberg) sowie Äbtissin Mechthild Thürmer von der Benediktinerinnenabtei Maria Frieden in Zapfendorf. Moderiert wurde diese Gesprächsrunde von Pater Prof. Dr. Thomas Eggensperger aus Berlin. Am gleichen Tag las Sr. Katharina am Abend aus ihrem Buch „Frauen stören - und ohne sie hat Kirche keine Zukunft“.

 

 

 

2022 05 29 Katholikentag05 SrKatharina BistumsstandAm Stand des Bistums Würzburg waren von Donnerstag bis Samstag verschiedene Gesprächspartner*innen vertreten. Sr. Katharina war hier am Freitag zu Gast, um über das Thema „Frauen.Macht.Politik. – Weil es einen Unterschied macht“ zu reden. Die Anmoderation übernahm Ralf Sauer, stellvertretender Diözesanratsvorsitzender im Bistum Würzburg. Nach dem Austausch zu zweit konnten sich auch Personen vor Ort in das Gespräch einklinken. Die Gespräche wurden live im Internet übertragen und aufgezeichnet.

Details zu den einzelnen Gesprächspartner*innen am Stand des Bistums unter www.dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/wir-haben-etwas-zu-sagen-gespraeche-am-stand. Die Gespräche sind auf dem Youtube-Kanal www.youtube.com/c/bistumw%C3%BCrzburg  zu sehen.

 

 

 

 

2022 05 29 Katholikentag12 SrKatharina Podium FrauenEine weitere Podiumsdiskussion mit Sr. Katharina stand am Samstag, 28. Mai, auf dem Programm. Claudia Schmidt (links) vom Katholischen Deutschen Frauenbund organisierte das Podium "Gehen oder bleiben? - Frauen in der Krise ".
Vor 350 Interessierten diskutierten diese Frage Dr. Claudia Lücking-Michel, Geschäftsführerin von Agiamondo aus Köln, Lisa Kötter aus Münster von der Initiative Maria 2.0, Regina Laudage-Kleeberg, Religionswissenschaftlerin und Publizistin aus Münster, Sr. Dr. Katharina Ganz und Bloggerin Kira Beer aus Tübingen. Die Moderation übernahm Florian Weber aus Köln.

Einig waren sich die Frauen, dass nicht sie in der Krise sind, sondern die Kirche an sich. Die hausgemachten Probleme dürften nicht individualisiert, sondern könnten nur durch strukturelle Veränderungen überwunden werden. Sr. Katharina rief zu mehr prophetischem Widerstand auf.

Ein Teil des Podiums wurde am 29. Mai um 13.15 Uhr in der ARD-Sendung "Die junge Generation und der Katholikentag" ausgestrahlt und ist jetzt in der Mediathek abrufbar. In der Radiosendung "Religion und Orientierung" wurden Ausschnitte aus dem Podium veröffentlicht.

 

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Sr. Beate und Sr. Juliana waren am Stand der franziskanischen Netzwerkinitiative clara.francesco vertreten. Hier konnten Besucher*innen ein Tau (franziskanisches Segenszeichen) schnitzen, Fotos mit Franziskus und Klara in Lebensgröße machen oder einfach mit Brüdern und Schwestern aus der franziskanischen Familie ins Gespräch kommen. Sr. Juliana brachte sich zudem beim ökumenischen Kloster ein. In der gewerblichen Schule im Hoppenlau waren Schwestern und Brüder, Freundinnen und Freunde aus verschiedenen Gemeinschaften (evangelisch, katholisch und orthodox) präsent. Sie standen für Gespräche und Fragen zur Verfügung, wollten da sein für die Menschen und unter anderem einen Einblick in die Ordensausbildung unserer Tage geben.

Sr. Beate und Sr. Juliana hielten am Samstag außerdem einen Workshop unter dem Titel „Ordensleben 2.0 – Bereicherung durch geteiltes Leben“. Sie erzählten von ihren Erfahrungen im Leben mit Menschen auch außerhalb der eigenen Ordensgemeinschaft und gingen mit den Teilnehmenden der Frage nach, was für das eigene Lebens- und Wohnumfeld wichtig ist.

 

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Sr. Katharina freute sich, dass sie am Stand von MISSIO zwei alte Handys spenden und damit Gutes tun konnte. Nachhaltigkeitsbeauftragte Sr. Beate Krug hatte sie auf diese Aktion aufmerksam gemacht. Rohstoffe sind teuer und wertvoll. Die Gewinnung der seltenen Mineralien geht oft mit Kinderarbeit einher. Umso besser, wenn es kleine Firmen gibt, die gebrauchte Handys recyceln.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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