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Was haben eine 81-jährige Ordensfrau und eine 28-jährige Frau aus dem Antonia-Werr-Kreis, gemeinsam? Sie waren beide am Freitag, 20. September, zum ersten Mal auf einer Demonstration. An diesem Aktionstag fanden weltweit Demonstrationen und Gebete für mehr Klimaschutz statt. Auch die Oberzeller Franziskanerinnen riefen zur Beteiligung an der Aktion auf.

Schwestern aus Konventen in Oberzell und Würzburg, Mitarbeiterinnen, Mitglieder des Antonia-Werr-Kreises, Studentinnen vom Klostergelände und weitere mit uns Verbundene nahmen an der Demonstration in Würzburg teil, die vom Bahnhofsvorplatz durch die Innenstadt zum Marktplatz ging, wo die Abschlusskundgebung stattfand. Es war beeindruckend, mit so vielen Menschen gemeinsam für ein Ziel über den Berliner Ring zu laufen. Deutschlandweit fanden an über 550 Orten Aktionen statt. An der Demonstration in Würzburg beteiligten sich nach Angaben der Polizei 5000, nach Zählungen der veranstaltenden Organisationen 8000 Menschen.

Neben den bereits in unseren Breitengraden spürbaren Veränderungen sind von den Auswirkungen des Klimawandels oft ärmere Länder betroffen, die am wenigsten zur Erwärmung der Erdatmosphäre beigetragen haben. Dürregebiete breiten sich aus, Wasser wird knapp und den Menschen in den betroffenen Gebieten werden Lebensgrundlagen entzogen. Deshalb versuchen die Oberzeller Franziskanerinnen kontinuierlich, ihren CO2-Fußabruck weiter zu verringern, und engagieren sich im Ökumenischen Netzwerk Klimagerechtigkeit.

Die Ordensfrauen unterstützen die Bemühungen zur Eindämmung des Klimawandels auch im Gebet, zum Beispiel für zukunftsweisende und tragfähige politische Entscheidungen bei der Kabinettssitzung in Berlin und der UN-Weltklimakonferenz in New York.

Impressionen von kirchlichen Aktionen zum Klimastreik finden Sie auch hier.

Sr. Beate Krug

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