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Noviziat

Das Noviziat bildet die zweite Phase in der Formation und dauert gewöhnlich zwei Jahre. Hier stehen geistliche und menschliche Reifungsprozesse im Kontext der Gemeinschaft im Mittelpunkt.


Die Novizin soll in dieser Zeit
Generaloberin Sr. Veridiana Dürr und Sr. Juliana Seelmann bei der Noviziatsaufnahme.
Generaloberin Sr. Veridiana Dürr und Sr. Juliana Seelmann bei der Noviziatsaufnahme.

  • in unsere gemeinschaftliche Lebensform
  • Spiritualität und apostolischen Auftrag sowie
  • in das Leben nach den Gelübden
    (Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam)

hineinwachsen und daraus leben lernen.

Dazu dienen

  • das gemeinsame Leben
  • Gebet und Meditation
  • gezielte Begleitung
  • Studium und Reflexion
  • praktisches Tun

Das erste Noviziatsjahr ist ein kanonisches Jahr. Diese Zeit des Rückzugs dient der Verwurzelung in die Gemeinschaft und der Identifikation mit ihr, der Persönlichkeitsbildung und der persönlichen Gottesbeziehung. Der berufsfremde Einsatz findet in Bereichen statt, die unserer franziskanischen Ausrichtung entsprechen wie Wärmestube, Tafelladen oder Arbeitsfelder der Gemeinschaft.

Im zweiten Noviziatsjahr liegt der Schwerpunkt auf der Sendung der Gemeinschaft. Beruf, Gemeinschaftsleben und gelebte Spiritualität im Alltag werden erprobt in einem konkreten Einsatzfeld und Konvent. Die Novizin kann sich auf ein Leben in Gelübden vorbereiten. 

Das Noviziat endet mit der Ablegung der zeitlichen Profess bzw. Erstprofess. Dabei verspricht die Schwester zunächst für drei Jahre, arm, ehelos und gehorsam zu leben.