
LogoSeit Juli 2006 präsentiert sich das Haus Klara mit einem neuen Logo. Die von der Würzburger Grafik-Designerin Barbara Schmid entworfene Text-Bild-Marke enthält in der Oberzeller Hausfarbe blau ein T, das aufrecht steht und einen Schatten nach hinten wirft. Darüber ist ein roter, nach oben geöffneter Kreis. Das TauDas T (gesprochen: Tau) bezeichnet den letzten Buchstaben im hebräischen (Taw) beziehungsweise den 19. Buchstaben im griechischen Alphabet (Tau). Es galt sowohl im Alten, als auch im Neuen Testament als Segenszeichen. Wer das T auf der Stirn trug, galt als von Gott beschützt und erwählt. (vgl. Ezechiel 9,6 und Offenbarung 7,3). Franziskus von Assisi (1182 – 1226) unterschrieb mit dem Tau Briefe und malte es an Fensternischen, Wände oder Türpfosten. Das Tau gilt als Symbol der Franziskanischen Familie. Viele tragen ein aus Holz geschnitztes Tau um den Hals, um ihre Nähe zu den Idealen von Franz und Klara von Assisi zu bekunden. Es erinnert an das Kreuz Jesu Christi und steht für Frieden und Erlösung. Alle, die das Tau tragen, drücken aus: ich bin von Gott erwählt, stehe unter seinem Schutz, möchte wie Franziskus und Klara Zeichen der Liebe Gottes für die Welt sein. Franziskanische GastfreundschaftÜber dem blauen T ist ein roter Kreis zu sehen, der sich nach oben öffnet. Das Tau mit dem Kreis kann zusammen auch als Mensch gesehen werden, der seine Arme ausbreitet. Vielleicht steht er einfach aufrecht oder heißt einen anderen Menschen willkommen; vielleicht betet oder kniet er, vielleicht öffnet er sich dem göttlichen Licht in der Meditation. Menschen, die in das Haus Klara kommen, sollen franziskanische Gastfreundschaft erfahren, sich geborgen fühlen in der beruhigenden Atmosphäre des Klosters, etwas ahnen von der Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes. Klara von Assisi, die Namenspatronin des Hauses wird immer mit einer Monstranz dargestellt. Mit viel Fantasie könnte man auch eine Monstranz in dem neuen Logo erkennen. Hausname geändertZu dem Logo gehört der Schriftzug „Haus Klara“. Bislang lautete der Name „Bildungs- und Exerzitienhaus St. Klara“. Haben in den 80er Jahren tatsächlich überwiegend kirchliche, ordensinterne oder -übergreifende Gruppen das Haus für religiöse oder pädagogische Weiterbildung belegt, finden seit den 90er Jahren zunehmend Tagungen, Arbeitssitzungen oder Vernetzungstreffen statt. Wenn überdies mit dem St. die Abkürzung für „Sankt“ wegfällt, bedeutet das keineswegs einen Verlust an religiöser oder kirchlicher Orientierung. Haus Klara ist und bleibt eine Einrichtung der Oberzeller Franziskanerinnen. Klara von Assisi tut es keinen Abbruch, wenn das nach ihr benannte Haus ohne das Attribut „heilig“ auskommen muss. Die Welt ist Gottes vollWeltlicher und der göttlicher Bereich sind aus christlicher Sicht nicht zu trennen. Franziskus und Klara von Assisi waren beide fasziniert von der Menschwerdung Gottes. Sie staunten darüber, dass Gott in Jesus von Nazareth, im Kind in der Krippe, Augen und Ohren, Hände und Füße bekommen hat. Mit Jesus rückte Gott in greifbare Nähe. Es gibt es keinen Ort der Welt, an dem Gott nicht zu finden wäre. Es gibt keinen Menschen, und sei er noch so arm, hilflos oder entstellt, der nicht das Antlitz Christi spiegelt. Gott hat die Welt geheiligt. Die ganze Welt ist Gottes voll. Das Heilige erstrahlt nur in der Welt. Hier und jetzt strahlt in der Vergänglichkeit dieser Welt und Zeit der ewige, heilige und unvergängliche Gott auf.
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