Geschichte
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© Kloster Oberzell  |
| Blick auf das Hofgut während der Pachtzeit durch die Oberzeller Schwestern 1616 - 1941. |
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Das Bildungs- und Exerzitienhaus St. Klara ist auf dem Gelände des sogenannten „Hofgutes“ der einstigen Prämonstratenserabtei (1128 – 1803) errichtet. Nach der Aufhebung des Klosters 1802 wechselte das landwirtschaftliche Gut mehrmals den Besitzer. In unmittelbarer Nachbarschaft gründete 1855 die Würzburgerin Antonia Werr (1813 – 1868) einen „katholischen Jungfrauenverein“ zur „Rettung strafentlassener und verwahrloster Personen weiblichen Geschlechts“. Die sich daraus entwickelnde Kongregation der „Dienerinnen der heiligen Kindheit Jesu OSF“ wuchs Anfang des 20. Jahrhunderts stark an, so dass die Franziskanerinnen 1916 das Hofgut pachteten. 1968 erwarb die Gemeinschaft den Besitz von der Stadt Würzburg. Zwischen 1974 und 1981 wurden die maroden Gebäude abgetragen und unter den Auflagen des Denkmalschutzes neu errichtet. Der Auftrag erging an den Würzburger Architekten Walter Feser.
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© Kloster Oberzell  |
| Der Bau des Bildungs- und Exerzitienhauses St. Klara erfolgte zwischen 1974 und 1981 in vier Abschnitten. Teil 2 umfasste den Längsbau für die Zimmer |
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Die Chronistin berichtete von den Schwierigkeiten des Um- und Aufbaus. Im Geist der Gründerin habe die Gemeinschaft unter der damaligen Generaloberin Sr. Ehrengarda Wissel es als ihren Auftrag erkannt, neben der „Erziehung der gefährdeten weiblichen Jugend auch die heutige gesellschaftliche Situation und deren Bedürfnisse zu erkennen und sich dieser anzunehmen.“ Nach siebenjähriger Bauzeit weihte Weihbischof Alfons Kempf (Würzburg) das Bildungs- und Exerzitienhaus am 23. Juli 1981 ein, taufte es auf den Namen „Haus St. Klara“ und stellte es unter den Segen Gottes. In seiner Ansprache ging er der Frage nach, welcher Geist die neuen Räume durchwalten soll: „Ein Ort menschlicher Begegnung, eine Stätte des Friedens und des Gebetes und der Entscheidung für Christus in einem christlichen Leben“ solle es sein.
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| © Kloster Oberzell |
| Weihbischof Alfons Kempf segnete bei einem Rundgang mit Spiritual Anton Heßler Räume und Anlagen des neuen Hauses |
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Die ersten fünf Schwestern waren bereits am 5. Januar dem „Stern der Weisen“ gefolgt und in das neu gebaute Tagungshaus gezogen. Von Anfang an standen die Türen Schwestern, Beleggruppen und Einzelgästen offen. Angeboten wurden Kurse zur Lebensorientierung aus dem Glauben, Meditation und Exerzitien. Ziel war in erster Linie die religiöse und pädagogische Weiterbildung für interne und externe Gruppen. Neben der Belegung durch die eigene Kongregation kamen Jugendgruppen, Gruppen des Caritas-Verbandes, diözesane Gruppen sowie Ordensinstitute oder Kommissionen der Deutschen Bischofskonferenz ins Haus.
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