Franziskus und Klara von Assisi waren ver-rückt aus Liebe zu Gott. Was
Menschen normalerweise für wichtig erachten wie Familie, Besitz und
Ansehen, trat für sie in den Hintergrund.
Arm und ganz ohne Eigentum folgten sie Jesus nach.
Mutig haben sie sich auf die
Seite der Ausgegrenzten gestellt
und sich zu
Brüdern und Schwestern der Armen gemacht.
Kraft schöpften sie aus dem
Evangelium , der frohen Botschaft Jesu
Christi. Die Kontemplation, das Schweigen vor Gott war die Quelle ihrer
Fröhlichkeit und Hoffnung.
Aus der Verbundenheit mit allem Lebendigen mahnten
Franziskus und Klara zur Umkehr der Reichen und
Privilegierten. Sie sahen die Wirklichkeit von unten, mit den Augen des
Mensch gewordenen Gottes, der sich im Kleinen und Unscheinbaren, im
Verachteten und Aussätzigen verbirgt.
Die beiden Heiligen aus Assisi stehen stellvertretend für die
Sehnsucht nach einer geschwisterlichen Kirche und
gerechten Weltordnung, für die Aussöhnung von Arm und Reich, für
Gerechtigkeit und Frieden weltweit und einen
ehrfürchtigen Umgang mit der Schöpfung.
Ihre Vision richtete sich an alle
Menschen guten Willens, Frauen und Männer, Kleriker und Laien, Gebildete
und Einfältige, Christen und Muslime, Machthaber und die, die keine Lobby
haben.
Ihr Anliegen ist heute
so aktuell wie zu ihren Lebzeiten vor 800 Jahren.