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| Sr. Leandra Ulsamer erntet Blätter ihrer kleinen, harzig duftenden Rosmarinstauden für ihren Gewürztee |
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Die Ringelblume blüht so kräftig wie im Sommer. Es sind herrliche, stark farbige Blütenköpfe. Auch der Rosmarin grünt schön, ich habe ihm dieses Jahr einen besonders guten Sonnenplatz gegeben. Den Rosmarin liebe ich vor allem aufgrund seiner vielfachen Verwendungsmöglichkeiten. Was gibt es Besseres beim Kochen, als Bratkartoffeln mit frischem oder getrocknetem Rosmarin zu würzen? Beliebt ist das Kraut in Soßen bei Fleischgerichten, besonders vom Schwein und Lamm oder in der Kräuterbutter. Lebensgeister in Schwung bringenGrundsätzlich regt Rosmarin den Kreislauf an und fördert die Durchblutung. So empfiehlt sich das Heilkraut besonders bei niedrigem Blutdruck. Um die Lebensgeister in Schwung zu bringen, bei Erschöpfung und Schwere in den Beinen verwendet man Rosmarin als Badezusatz. Wohlschmeckender Tee mit ThymianVermischt mit Thymian oder Ringelblume gibt Rosmarin einen wohlschmeckenden Tee, von dem man täglich mehrmals trinken soll. Feinschmecker sollten Rosmarinwein genießen. Dazu lässt man einige Stängel Rosmarin in bestem Bordeaux einige Tage ziehen und verkostet möglichst zu jeder Mahlzeit ein Gläschen, das ist besonders stärkend. Als Duftstoff eignet sich der Rosmarin in Aromalämpchen. Und wer beim Grillen kleine Stängel auf die Holzkohle streut, verscheucht damit die Insekten. Rosmarin im Winter schützenBei der Pflege im Garten ist Folgendes zu beachten: In den letzten Jahren habe ich viel ausprobiert, wie der Rosmarin im Garten gepflegt werden sollte. Früher war ich mächtig stolz, wenn ich den Rosmarin als Bäumchen über den Winter brachte. Sobald er aber zu treiben begann, haben oft die kalten Nächte im April oder Mai den Rosmarin erfrieren lassen. Grundsätzlich sollte das Heilkraut an einer geschützten Stelle im Garten wachsen. Als ich vor einigen Jahren über die schlechte Überwinterung traurig war, riet mir eine Hauswirtschaftslehrerin, den Rosmarin möglichst tief abzuschneiden, das heißt klein zu halten. An Frosttagen sollte er zugedeckt werden. An Sonnentagen freute ich mich dann, wenn er grün und unversehrt aus den Tannenzweigen spitzte. Nach meiner Beobachtung wächst Rosmarin meist besser im Freien als im Gewächshaus oder an einem anderen Winterquartier. In einer Legende wird berichtet, dass Maria auf der Flucht nach Ägypten ihren Mantel über Rosmarinstrauch breitete. Die bis dahin weißen Blüten der Pflanze nahmen dabei ihr heute charakteristisches Blau an.º |